Bundesliga

Selke verdrängt Ibisevic auf die Bank

am

Bei Hertha BSC scheint sich eine Wachablösung im Mittelsturm anzudeuten. Pal Dardai wird dem formstarken Davie Selke das Vertrauen gegen den VfB Stuttgart schenken und Kapitän Vedad Ibisevic weiter auf der Bank schmoren lassen.

Am Samstag empfängt der VfB Stuttgart Hertha BSC in der Mercedes-Benz Arena. Währen die Schwaben keines ihrer letzten drei Spielen gewinnen konnten, holten die Berliner in diesem Zeitraum starke sieben Punkte. Ein Hauptgrund dafür ist Herthas Mittelstürmer Davie Selke, der am 17. Spieltag gegen seinen Ex-Verein RB Leipzig zwei Tore schoss und somit maßgeblich am 3:2-Erfolg beteiligt war. „Davie ist schnell, heiß und hungrig. Er ist eine unglaubliche Bereicherung für unser Spiel“, stellte Trainer Pal Dardai in der B.Z. fest. Der 22-Jährige kam im Sommer aus Leipzig und sollte dem Platzhirsch Vedad Ibisevic gewaltig Konkurrenz machen. Es scheint, als habe Selke den Kapitän der Hauptstädter nun sogar verdrängt.

Selke hat die Nase vorn

In den vergangenen drei Bundesliga-Partien stand Selke jedes Mal in der Startelf, während Vedad Ibisevic nur auf der Bank saß und auf insgesamt 79 Einsatzminuten kam. Der Bosnier nimmt seine Rolle jedoch vorbildlich an. „Ich weiß, dass die Mannschaft an erster Stelle steht und nicht ich. Klar will jeder spielen, auch ich. Aber am Ende zählt immer der Erfolg des Teams“, zeigte sich Ibisevic mannschaftsdienlich. Sowohl der 33-Jährige, als auch Selke trafen in der laufenden Spielzeit vier Mal und legten drei Treffer auf – ein wahres Luxusproblem für Herthas Trainer Pal Dardai. „Vedad und Davie haben beide etwas ganz Besonderes. Sie sind echte Goalgetter, echte Künstler“, zeigte sich der Ungar voll des Lobes.

Systemumstellung benachteiligt Ibisevic

Dardai sprach im Sommer noch davon, gerne auch mit beiden Mittelstürmern in eine Partie zu starten, rückte von dieser Idee aber zum Ende der Hinserie ab. In den letzten beiden Begegnungen verwarf der 41-Jährige das 4-4-2 System mit zwei Spitzen und stellte nur noch einen Mittelstürmer auf. Diese Umstellung trug Früchte, denn beide Spiele konnte Hertha für sich entscheiden, weshalb Dardai wohl bei dieser Taktik bleiben wird. „Es ist sehr gut möglich, dass in Stuttgart nur einer von beiden in der Startelf steht. Ein 4-4-2-System werden wir dort wohl eher nicht spielen“, ließ er bereits durchblicken. „Davie hat gut gespielt, er hat gut getroffen, ich muss warten“, stellte sich Ibisevic gegenüber dem Tagesspiegel bereits auf einen Bankplatz für den kommenden Samstag ein.

Über Marc Schwitzky

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.