2. Bundesliga

Siegt der KSC auch im „Geisterspiel“?

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München – Am 33. Spieltag der 2. Bundesliga (Sonntag 15.30 Uhr) trifft der Tabellenletzte Karlsruhe auf den Tabellenfünften Dresden. Aufgrund des DFB-Sportgericht-Urteils wird das Spiel allerdings vor nahezu leeren Rängen stattfinden.

„Bis zum 21. Mai einen guten Job machen“

Am letzten Wochenende gab es ein überraschendes Erfolgserlebnis für den Karlsruher SC, die Spielvereinigung Greuther Fürth wurde mit 1:0 besiegt und damit eine Serie von acht Spielen ohne Sieg beendet. Zwar ändert dies nichts am bereits feststehenden Abstieg der Badener, doch es hat für neues Selbstvertrauen gesorgt, wie Trainer Marc Patrick Meister auf der Pressekonferenz vor der Partie bestätigte: „Es hat uns Mut gemacht, wie die Mannschaft am Sonntag auswärts in Fürth aufgetreten ist.“ Möglicherweise erwartet die Badener allerdings eine andere, weil weniger ausrechenbarere Aufgabe als am vergangenen Wochenende, wie der 36-Jährige erklärte: „Mit Dresden bekommen wir eine spielstarke Mannschaft vor die Brust, bei der die Maschinerie an der einen oder anderen Stelle zuletzt gehakt hat. Wir wissen, was auf uns zukommt und wollen versuchen, es Dynamo so schwer wie möglich zu machen.“

„Gemütlich machen wir es uns nicht“

Von einem Abschenken der restlichen Saison kann also beim KSC keine Rede sein, vielmehr soll am Ende ein würdevoller Abgang in die Drittklassigkeit gelingen: „Gemütlich werden wir es uns sicher nicht machen. Wir wollen versuchen, bis zum 21. Mai einen guten Job zu machen. Wir geben Vollgas und werden uns so aus der 2. Bundesliga verabschieden, wie sich das alle wünschen“, versprach der KSC-Trainer Leistung bis zum Ende der Saison.

„Von der Haupttribüne den Support holen“

Wie sehr die Leistung der Spieler unter der Tatsache leiden wird, das nur Dauerkarteninhaber, maximal 2.400 Gästefans, sowie Vip-Kartenbesitzer und Rollstuhfahrer die Partie verfolgen dürfen, das wird abzuwarten sein. Hintergrund dessen ist das Urteil des DFB-Sportgerichts, das auf den Blocksturm und das massive Abbrennen von Pyro-Technik durch Karlsruher Fans beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart mit dem Zuschauer-Auschluss reagierte. Meister hat allerdings schon eine Idee, wie dieses Defizit kompensiert werden könnte: „Wir müssen dann eben versuchen, uns von der Haupttribüne den Support zu holen. Das geht nur über einen guten Einstieg und eine gute Körpersprache von Beginn an. Man soll sehen, dass die Mannschaft dort anschließen möchte, wo wir am Sonntag aufgehört haben.“ Verzichten muss Meister am Sonntag auf Boubacar Barry (Probleme mit dem Hüftbeuger), Jonas Meffert (Knieprobleme), Grischa Prömel (Sprunggelenksverletzung), sowie Manuel Torres (Reha nach Sehnenverletzung).

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Platz fünf als Ziel

Wie es sich anfühlt, mehrere Spiele lang auf einen Sieg zu warten, das wissen auch all diejenigen, die mit Dynamo Dresden sympathisieren. Der Klub ist seit fünf Spielen sieglos. Allerdings hatte diese Serie weit weniger dramatische Folgen als für den Karlsruher SC, Dynamo steht mit 46 Punkten auf Rang fünf und kann sowohl nach unten nicht mehr in Gefahr geraten, als auch nach oben keine Aufstiegsambitionen mehr hegen. Dennoch existiert in Dresden ein klares Ziel für die restlichen zwei Spiele: „Wir können Platz fünf nach wie vor aus eigener Kraft sichern, das ist unser Ziel“, sagte Trainer Uwe Neuhaus auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Sollte Dresden am Ende der Saison 50 Punkte erreichen, dann wäre dies ein neuer Punktrekord, der alte datiert aus der Saison 2004/2005 und beläuft sich auf 49 Punkte.

Dresden fehlen fünf Akteure

Dass dieses Unterfangen am Sonntag kein Selbstläufer wird, das machte Uwe Neuhaus mit seiner obligatorischen Warnung vor dem Gegner bewusst: „Über den Punkt der Enttäuschung sind sie vielleicht noch nicht ganz hinweg, aber sie haben viele junge, hungrige Spieler in die Mannschaft gestellt, die uns alles abverlangen werden.“ Verzichten muss Neuhaus dabei gleich auf sechs Spieler: Florian Ballas, Manuel Konrad, Giuliano Modica, Pascal Testroet und Marc Wachs fehlen verletzungsbedingt, Niklas Kreuzer aufgrund einer Gelbsperre.

Über Stefan Katzenbach

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