Bundesliga

So sieht Mario Gomez seine WM-Chancen

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Der Wechsel zum VfB Stuttgart im Winter war eine Heimkehr für Mario Gomez. Für die alte, neue Liebe hat der 32-Jährige bereits vier Tore erzielt, zwei aufgelegt. Er ist ein Garant für den Aufschwung unter Tayfun Korkut (13 Punkte aus fünf Spielen). Im Interview mit Sport-Bild spricht Gomez über den vermeintlichen Zweikampf mit Sandro Wagner vom FC Bayern für einen Kaderplatz bei der WM in Russland.

„Für mich ist das Unsinn, ich habe keinen Zweikampf mit Sandro, sondern einen Kampf mit mir: Ich will eine möglichst gute Rückrunde spielen, meine sportlichen Ziele erreichen und zur Weltmeisterschaft!“, so der 71-fache Nationalspieler. „Vielleicht sieht Joachim Löw uns ja gar nicht als Konkurrenten. Vielleicht heißt es am Ende nicht Wagner oder Gomez, sondern Wagner und Gomez.“ Er könne sich vorstellen, dass gar vier Stürmer im Aufgebot des amtierenden Weltmeisters stehen werden. In Stuttgart funktioniere es mit zwei Strafraumspielern (Gomez und Daniel Ginczek) hervorragend.

Bereitschaft für Jokerrolle

Für seine zweite Teilnahme an einer WM wäre er bereit, eine Jokerrolle einzunehmen. „Wenn ich diesmal wieder gebraucht werde, will ich da sein. Auch wenn es nur für die letzten Minuten sein würde.“ Gomez weiß, wie schnell es während eines Turniers gehen kann. Bei der EM 2016 wurde er als Notlösung angesehen, spielte sich in die erste Elf und wurde im Halbfinale gegen Frankreich mit Verletzung schmerzlich vermisst. „Dann hieß es von vielen, die mich zuvor abgeschrieben haben: Mit dem wären wir vielleicht Europameister geworden.“

Die Gelassenheit des Alters

Gomez habe gelernt, mit diesen Begleiterscheinungen des Profi-Daseins umzugehen. „All diese Höhen und Tiefen hat es gebraucht, damit ich der wurde, der ich heute bin.“ Die vielen Schlagzeilen und sportlichen Aufs und Abs seiner bewegten Karriere würden ihm heute helfen, sich an neue Situationen anzupassen, sich weniger „verrückt zu machen“. „Im Alter kann man die Dinge besser einordnen.“ Bundestrainer Löw wird seinen vorläufigen Kader für das Turnier in Russland am 15. Mai bekannt geben.

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