1. FC Kaiserslautern

So will Eckel den 1. FC Kaiserslautern retten

am

Mit dem Nachnamen Eckel sind beim 1. FC Kaiserslautern viele Emotionen verbunden. Dagmar Eckel, die Tochter von FCK-Legende Horst Eckel, will den Klub retten und spricht in Sport Bild von ihren Plänen.

„Der FCK ist für mich Familie. Und wenn es der Familie schlecht geht und sie meine Unterstützung braucht, dann bin ich da“, kündigte Eckel an. Sie will mit einem Team von Mitstreitern den finanziell und sportlich angeschlagenen Klub retten und ihm eine neue Struktur verpassen. Ihre eigene Rolle definierte sie so: „Wenn ich nur den Namen Eckel vorzuweisen hätte, würde ich nicht kandidieren! Vielleicht bin ich nicht wie andere Kandidaten Fachfrau für Jura oder Chefn eines großen Unternehmens. Aber der FCK ist ja auch nicht nur eine Firma. Ich bin in den Bereichen Pädagogik, Marketing, Entwicklung und Personalmanagement breit aufgestellt, habe schon während des
Studiums vier Nachhilfe-Institute gegründet, kenne im Verein Strukturen und Mitarbeiter. Für Dinge, die ich noch nicht kann, habe ich Experten an meiner Seite.“

Der FCK in einer schweren Krise

Kann die 49-Jährige so tatsächlich die so dringend nötigen Renovierungsarbeiten beim Traditionsklub vorantreiben? Die Pfälzer stecken aktuell in der schlimmsten sportlichen Krise ihrer Vereinsgeschichte – daran ändert auch der 2:1-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden nichts. Tabellenletzter, wirtschaftlich gebeutelt und mannschaftstechnisch bestenfalls durchschnittlich aufgestellt – die aktuell so prekäre Lage ist kein Zufall mehr, sie ist ein Produkt aus vielen Fehlern der Vergangenheit.

Sportvorstand installieren und Transparenz schaffen

Eckel hat bereits konkrete Ideen. „Als Erstes ist es wichtig, einen Sport-Vorstand zu installieren“, sagte sie. Im Sommer stellte sich Hans-Peter Briegel zur Verfügung, allerdings fehlt es an der nötigen Unterstützung für den Kandidaten. Im zweiten Schritt will sie eine transparente Aufarbeitung der vergangenen, internen geschäftlichen Abläufe wie zum Beispiel der Betze-Anleihe.“ Der Anhang habe bis zu sechs Millionen Euro für das Nachwuchsleistungszentrum gegeben, jedoch sei nicht zu erkennen, wohin das Geld geflossen ist – das soll sich in Zukunft ändern.

Profi-Abteilung ausgliedern

Zudem sieht Eckel keine Alternative zur Ausgliederung der Profi-Abteilung. „Fans sollen die Möglichkeit
haben, Anteile zu erwerben“, kündigte sie an. Den Klub an eine einzelne Person mit viel Geld und Macht zu übergeben, hält sie für falsch: „Nur auf einen Gönner zu setzen halte ich für gefährlich. Wir müssen mehrere Investoren finden.“ Eckel will frischen Wind reinlassen beim FCK und ihn wieder attraktiv für Unternehmer gestalten. Ihr Wunsch:  „Ich stehe mit meinem Namen für Tradition, aufgrund meiner Vita für den Mut zu innovativen Wegen. Ich wünsche mir, dass auch die Generation nach mir noch Gänsehaut-Momente am Betzenberg erleben kann.“

Über Christopher Michel

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.