Bundesliga

Spieler des Tages: Luca Waldschmidt (Hamburger SV)

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Alle stürzten sich auf den Mann, der gerade 110 Sekunden nach seiner Einwechslung sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hatte.

Luca Waldschmidt sprintete Richtung Eckfahne und startete eine kleine Tanzeinlage. Um ihn herum tobte ein Jubelorkan durch das Volksparkstadion, dann wurde der Stürmer des Hamburger SV zu Boden gerissen.

Trainer Markus Gisdol, die Betreuer, die Ersatzspieler, die zehn Mannschaftskollegen auf dem Rasen – alle stürzten sich auf den Mann, der gerade 110 Sekunden nach seiner Einwechslung sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hatte. Und damit den HSV vor der dritten Relegation nach 2014 und 2015 bewahrte.

„Ich weiß gar nicht, wie ich den reingemacht habe“, sagte Waldschmidt kurze Zeit später ungläubig: „Ich bin eigentlich gar kein so guter Kopfballspieler.“ Er wirkte, als habe er die Tragweite seines Premieren-Tores noch nicht richtig realisiert. Es war der Treffer, der den Dino weiter in der ersten Liga hält: „Es ist einfach geil, in ein Spiel zu kommen und dann das entscheidende Tor zu machen. Das war der schönste Augenblick meiner Karriere. Überragend!“

Zum perfekten Glück durfte auch noch die gesamte Familie den großen Auftritt des früheren Frankfurters auf der Tribüne bestaunen. Denn Waldschmidt war tags zuvor 21 Jahre alt geworden – noch ein Grund mehr zum Feiern. „Luca bekommt heute die Partybinde“, sagte HSV-Kapitän Gotoku Sakai.

Und Nicolai Müller deutete an, dass die Hamburger Partynacht für den neuen HSV-Helden nicht so ganz günstig werden würde. „Ich hoffe, Luca hat seine Kreditkarte dabei“, sagte Nicolai Müller. Waldschmidt kann es nach dem größten Tag seiner jungen Laufbahn sicher verschmerzen.

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