2. Bundesliga

Stendel in Gefahr – Installiert Nerlinger jetzt Zorniger bei Hannover 96?

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Hannover – Welch ein Beben an diesem Sonntag bei Hannover 96. Überraschend gibt der Zweitligist am frühen Abend die Entlassung von Geschäftsführer Sport, Martin Bader, und dem sportlichen Leiter, Christian Möckel, bekannt. Doch ist das schon das Ende der Geschichte? fussball.news-Reporter und Chefredakteur von 96Freunde.de, Tobias Krause, fasst zusammen.

Stendel unter Druck

Bereits seit Wochen sieht sich 96-Trainer Daniel Stendel größerer Kritik ausgesetzt. Auch von Seiten des Klubbosses, Martin Kind, wurde immer wieder der Druck erhöht. Nach dem 0:2 beim Tabellenvorletzten aus Karlsruhe ist in Hannover ein Tiefpunkt erreicht. Es droht das Rutschen aus den Top 3 der 2. Bundesliga.

Nerlinger bei Gesprächen mit Kind

Endet das Beben bei den Roten wirklich mit der Freistellung von Bader und Möckel? Wie fussball.news sicher erfahren hat, saß auch der ehemalige Bayern-Manager, Christian Nerlinger, am Sonntag bei Beratungen mit Martin Kind zusammen. Nerlinger soll gute Kontakte zu dem mächtigen Präsidenten von Hannover 96 pflegen. Doch ist das wirklich schon alles?

Nerlinger vertritt Zorniger

Nerlinger ist derzeit ebenso Geschäftsführer der Berateragentur SAM Sports. Mit seiner Firma betreut der 43-Jährige aber nicht nur Fußballspieler. Trainer gehören ebenso zu den Klienten. Dabei fällt vor allem der Name Alexander Zorniger auf. Der Trainer führte RB Leipzig mit zwei Aufstiegen nacheinander in die 2. Bundesliga. Anschließend gab er ein kurzes Gastspiel beim VfB Stuttgart. Derzeit trainiert der 49-Jährige den dänischen Topklub Brondby IF aus Kopenhagen. Sein Vertrag dort läuft noch bis 2018. Aber womöglich reizt ihn die Perspektive Bundesliga? Und: Nicht nur Heldt soll gute Kontakte zu Nerlinger besitzen, Heldt kennt Zorniger noch aus Stuttgarter Tagen. 2009 war Zorniger Co-Trainer des VfB, während Heldt als Manager tätig war.

Stendel in Gefahr?

Versucht Nerlinger nun seinen Schützling bei den Roten, mit Zustimmung von Heldt, unterzubringen? Klubchef Kind lässt die Zukunft des derzeitigen Trainers Daniel Stendel bewusst offen. „Es gibt im Moment keinen Plan, ihn auszutauschen“, erläuterte Kind dem NDR Sportclub, er verzichtete aber auf eine Jobgarantie: „Die Verantwortung liegt jetzt bei Horst Heldt.“ Und dieser spricht zur Stunde mit dem Trainerstab. Ergebnis: offen.

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