Bundesliga

Stevens: „Ich habe Herzrhythmusstörungen“

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München – Vollkommen unerwartet ist Huub Stevens als Chef-Trainer der TSG 1899 Hoffenheim heute zurückgetreten. Auf einer Pressekonferenz nennt der Niederländer jetzt die Gründe. Es geht dabei um seine Gesundheit.

„Meine Gesundheit hat Priorität“

Der 62-Jährige teilte auf der Pressekonferenz mit, dass er die Entscheidung auf Anraten von Ärzten getroffen habe, die ihn untersucht hatten. Sportlich steht Hoffenheim nur auf Platz 17 der Tabelle: „Es tut mir leid, dass ich den Klub in dieser schwierigen Situation verlassen muss, aber ich hoffe und denke, dass jeder Verständnis dafür hat, dass meine Gesundheit Priorität hat.“

Die Klubführung hatte Stevens bereits am Mittwochmorgen über seine Diagnose und die Ergebnisse der Kardioversion unterrichtet. Wie der Verein zudem mitteilte, leiteten die Trainingseinheit am Mittwoch bereits die beiden Co-Trainer Alfred Schreuder und Armin Reutershahn.

Grund ist eine Herzrythmusstörung

Die Diagnose und damit den Hauptgrund für den Rücktritt nennt der Niederländer ebenfalls: „Ich habe Herzrhythmusstörungen und es kann auch sein, dass ich noch operiert werden muss. Und ich habe immer gesagt, dass die Gesundheit vor geht“, sagte Stevens auf der Pressekonferenz.

„Dies ist in unserer aktuellen Situation natürlich ein weiterer Schlag, den wir wegstecken müssen“, sagt Geschäftsführer Dr. Peter Görlich, der aber Verständnis für die Entscheidung von Stevens zeigt. „Huub war sehr offen zu uns und angesichts der geschilderten Lage ist sein Schritt mehr als nachvollziehbar“, sagte Görlich in einer Mitteilung des Klubs.

Rosen bedauert den Rücktritt

Laut Aussage des Vereins bedauert auch TSG-Direktor Profifußball Alexander Rosen die Entscheidung von Huub Stevens, kann diesen Schritt jedoch nachvollziehen. „Huub hat hier in den vergangenen dreieinhalb Monaten mit seiner akribischen Art dem Team wieder mehr Stabilität verliehen. Wir hätten gerne mit ihm weiter am Ziel Klassenerhalt gearbeitet. Huub hat mir heute Morgen von seiner Diagnose & Entscheidung erzählt, für die wir natürlich Verständnis haben“, so Rosen auf der Pressekonferenz.

Stevens hatte im Oktober Trainer Markus Gisdol beerbt, konnte den Negativtrend der TSG aber nicht aufhalten. Er holte nur einen Sieg und insgesamt acht Punkte in zehn Partien. Nach 20 Spieltagen mit nur 14 Punkten liegt Hoffenheim nun auf Abstiegsrang 17. Der scheidende Trainer ist sich jedoch sicher: „Ich werde die TSG auch weiterhin verfolgen. Aber mein Gefühl hat mir gesagt, es ist für mich gesundheitlich besser, aufzuhören.“

Am Samstag muss 1899 zum Bundesligaspiel in Bremen antreten. Für kommende Saison war ohnehin ein neuer Coach für das Team vorgesehen: Julian Nagelsmann.

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