Bundesliga

Stevens: „Schweinehund überwinden“

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München – Huub Stevens ist einer der erfolgreichsten „Feuerwehrmänner“ der Bundesliga. Seine nächste Mission: Rettung des Tabellenletzten 1899 Hoffenheim.

„Dürften eigentlich nicht da unten stehen“

Der erfahrene Trainer weiß genau, wie sich die Kraichgauer noch vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit retten können. „Ich hoffe und glaube, dass die Spieler wieder das bringen, was in ihnen steckt. Und wenn sie das tun und sie bleiben fit, dann müssen wir normalerweise in der Tabellen weiter oben stehen. Mit der Qualität, die wir im fußballerischen Bereich haben, dürfen wir eigentlich nicht da unten sein“, verkündete der 62-jährige Niederländer in einem Interview mit der Bild-Zeitung.

Hoffenheim braucht die richtige Mischung

Allein spielerische Klasse reicht aber nicht. Das mussten die Hoffenheimer in der Vorrunde am eigenen Leib erfahren. „Ab und an müssen auch andere Qualitäten abgerufen werden. In bestimmten Phasen eines Spiels kommt es darauf an, über einen toten Punkt zu gehen, den Schweinehund zu überwinden. Dann musst du dich wehren können. Für den Erfolg brauchst du den passenden Mix aus spielerischen und kämpferischen Elementen. Du kannst nicht mit elf Stürmern ein Spiel gewinnen“, stellte Stevens fest.

Lob für Hopp

An den Trainingsbedingungen kann es nicht liegen, dass die TSG so schlecht da steht. „In wenigen Jahren ist hier etwas Fantastisches entstanden. Wir sind alle froh und dankbar, dass Dietmar Hopp (Klub-Mäzen/d. Red.) diese Infrastruktur für den Klub geschaffen hat. Diese Bedingungen sind die unerlässliche Grundlage für professionelle Trainingsarbeit. Sollte der eine oder andere Spieler deswegen zur Zufriedenheit neigen, wäre das schlecht. Wenn du mit deiner Situation zufrieden bist, entwickelst du dich zurück“, so Stevens.

„Fussball ist das Schönste, was du tun kannst“

Um gegenzusteuern, hat der Trainer intensiv mit seinen Spielern gesprochen. „Ich versuche, ihnen bewusst zu machen, was für einen besonderen Beruf sie haben. Fußball ist doch das Schönste, das du tun kannst. Ich weiß es, ich habe ja auch gespielt. Und ich habe jede Sekunde genossen“, sagte der 62-Jährige. Als alleinigen Heilsbringer sieht er sich nicht. „Die Spieler entscheiden auf dem Rasen, was passiert. Ich kann sie fördern und fordern – aber letztlich muss der Einsatz von ihnen selbst kommen, sie müssen es wollen. Ich bin dazu da, ihnen klar zu machen, wie und wofür. Aber ich sehe, dass alle an einem Strang ziehen“, berichtete er.

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