DFB-Pokal

Stimmen und Ergebnisse: Hattrick von Lewandowski – Bayern siegt souverän im Pokal

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München – Ohne Überrasching gingen am Freitag die drei ersten Spiele der 1. Runde im diesjährigen DFB-Pokal über die Bühne.

FC Carl Zeiss Jena – FC Bayern München 0:5 (0:3):

Trotz acht Ausfällen hat der deutsche Rekordpokalsieger die 1. Runde locker genommen. Mann des Abends war Robert Lewandowski, dem in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick gelang. Das einzige Manko der Bayern an diesem Freitagabend war die Chancenausverwertung. Nach der Pause trafen aber immerhin noch Arturo Vidal nach Mustervorlage von Lewandowski (72.) und Rückkehrer Mats Hummels per Kopf nach einer Ecke von Joshua Kimmich (77.). Hummels war nach dem anstregenden Supercup-Spiel gegen Dortmund (2:0) erst nach 51 Minuten in die Partie gekommen. Fabian Benko feierte sein Profidebüt, der Youngster kam nach 77 Minuten für Vidal. Für Aufregung sorgte einmal mehr Franck Ribery, der erneut einen Gegenspieler attackierte.

Stimmen zum Spiel (von fcb.de)

Carlo Ancelotti: „Die Vorstellung und die Einstellung waren insgesamt gut. Wir haben schnell getroffen und hatten eine gute Kontrolle über das Spiel. Damit sind wir sehr zufrieden. Ich habe entschieden, Mats am Anfang eine Pause zu geben. Er hat 90 Minuten gegen Dortmund gespielt. Martínez hat seine Sache sehr gut gemacht.“

Robert Lewandowski: „Ob Bundesliga oder DFB-Pokal – das ist nicht so wichtig. Die Leute erwarten immer Tore von mir. Für uns als Mannschaft war wichtig, dass wir gut spielen. Mit dem Ball war es sehr gut heute.“

Mats Hummels: „Es ist schön, so in die Pflichtspielsaison zu starten. Wir wollen erstmal alle in Topform kommen. Nachdem Jena in der zweiten Halbzeit gut umgeschaltet hat, haben wir auch gut verteidigt. Wir können noch nicht bei 100 Prozent sein, aber wir nähern uns an. Toreschiessen ist auch für einen Verteidiger das Schönste im Fussball. Dass ich auf der Bank sass, war abgesprochen. Die 90 Minuten von Dortmund waren meinem Trainingsstand noch nicht angemessen, deswegen hat der Trainer gesagt, dass ich heute maximal eine Halbzeit spiele.“

Mark Zimmermann (Trainer Carl Zeiss Jena): „Man hat gemerkt, dass die Jungs so euphorisch und überdreht waren, dass ein bisschen mehr Ruhe und ein bisschen Abwarten geholfen hätte. Ich mache den Jungs aber keinen Vorwurf, sie haben alles versucht. Durch den frühen Rückstand lief das Spiel in normalen Bahnen, der Rest war nicht mehr zu verhindern. Trotz der Packung war es eine tolle Kulisse.“

Filip Krstic (Spieler Carl Zeiss Jena): „Für das 0:5 brauchen wir uns nicht zu schämen. Wir haben teilweise auch Fussball gespielt.“


FV Ravensburg – FC Augsburg 0:2 (0:1):

Ohne Glanz ist der FC Augsburg in die nächste Pokalrunde eingezogen. Die Schwaben taten sich am Freitag wie in den meisten Testspielen sehr schwer und hatten sogar etwas Glück, dass der sehr couragiert auftretende Oberligist in Pfullendorf beim Stand von 0:1 nach einem klaren Foul von Caiuby (41.) keinen Elfmeter zugesprochen bekam. Letztlich reichte es zum Sieg, weil Ja-Cheol Koo und Raul Bobadilla trafen (29., 68.).

Die Stimmen zum Spiel (laut fca.de):

Daniel Baier: „Der Trainer hatte uns vor dem Spiel vor Ravensburg gewarnt. Er meinte, Ravensburg sei schon mitten in der Saison, es  werde ein hartes Spiel für uns und genau so war es dann auch ein hartes Stück Arbeit. Am Ende haben wir aber verdient und souverän gewonnen. Wir haben aber einige Chancen liegengelassen. Es war ein Pokalfight mit vielen Zweikämpfen, aber nach dem Spiel gibt man sich die Hand und alles ist okay.“

Die Stimmen zum Spiel:

Raul Bobadilla: „Es war sehr schwer heute und es hat lange gedauert, bis das Spiel entschieden war, weil wir nicht konsequent genug waren. Aber mit dem zweiten Tor war das Spiel dann entschieden. Wir sind froh, dass wir weitergekommen sind und unser erstes Saisonspiel erfolgreich absolviert haben.“

Ja-Cheol Koo: „Es war ein schwieriges Spiel. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, das war wichtig, auch im Hinblick auf unser erstes Bundesligaspiel kommendes Wochenende. Über die Auszeichnung zum ‚Man of the match‘ habe ich mich natürlich auch sehr gefreut.“

Dirk Schuster: „Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Wir wollten eine Runde weiterkommen und das haben wir geschafft. Natürlich hätte ich mir aber gewünscht, dass wir das Spiel etwas früher entscheiden. Wir wissen, dass wir noch ein Stück Arbeit vor uns haben, denn Wolfsburg wird uns nächste Woche natürlich noch mehr fordern.“

Wolfram Eitel: „Das sind die Momente, für die man Sportler ist. Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben gut gekämpft, aber um die große Sensation zu schaffen, brauchst du auch ein Quäntchen Glück, das hat uns heute gefehlt. Aber wir haben Blut geleckt, vielleicht schaffen wir es ja mal wieder in den DFB-Pokal.“


VfB Lübeck – FC St. Pauli 0:3 (0:1)

Das Nordderby endete mit einem überraschend klaren Sieg des Favoriten aus Hamburg. Die Gäste hatten die Partie über 90 Minuten im Griff und ließen kaum eine Torchance des Gegners zu. Einzig die Führung war etwas glücklich. Vegar Eggen Hedenstad verwandelte einen umstrittenen Freistoß (16.). Nach der Pause vollendeten Sören Gonther und der Ex-Dortmunder Marvin Duksch den starken Auftritt der Lienen-Elf.

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Stimmen zum Spiel (von fcstpauli.com):

Ewald Lienen (Trainer FC St. Pauli): „Wir sind glücklich, dass wir eine Runde weiterkommen konnten. Es war vor dem Spiel keine leichte Situation für uns. Nach dem 0:2 gegen Braunschweig war es super wichtig, wieder in die Spur zu finden. Wir haben unter der Woche gut gearbeitet. Die Jungs sind die Aufgabe hochkonzentriert angegangen. Wir wollten hier kontrolliert spielen. So ist die Mannschaft auch aufgetreten.“

Rolf Landerl (Trainer VfB Lübeck): „Aus einem sicheren Mittelfeld wollten wir St. Pauli ärgern Das ist uns in der ersten Halbzeit gut gelungen. Dann kassieren wir aber durch eine Standardsituation das 0:1. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir versucht, St. Pauli zu bespielen und an uns zu glauben. St. Pauli kommt zum 2:0 und dann wird es gegen einen gestandenen Zweitligisten natürlich schwierig. Herzlichen Glückwunsch an St. Pauli zum Weiterkommen.“

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