Bundesliga

Sulu droht Sperre

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München – Im Pokal-Spiel des SV Darmstadt 98 beim FC Bayern München kamen Erinnerungen an Stefan Effenberg hoch. Lilien-Kapitän Aytac Sulu ließ sich zu einem emotionalen Aussetzer hinreißen und zeigte den Anhänger der Münchner den Stinkefinger. Zuvor war Sulu nach einem Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Junior Diaz mit blutendem Gesicht am Boden liegen geblieben. Dem Abwehrspieler droht jetzt dennoch eine Strafe durch den DFB.

„Es tut mir leid.“

„Ich habe in dem Moment befürchtet, dass wieder etwas im Gesicht gebrochen sein könnte“, beschrieb Sulu die Szene gegenüber der Bild. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Kapitän vier Brüche im Gesicht zugezogen und spielte lange mit einer Gesichtsmaske. „Dann kam das Blut dazu. Nach all‘ den Dingen, die aus dem Publikum kamen, ist meine Reaktion aus dem Affekt heraus passiert“, suchte Sulu aber nicht nach Entschuldigungen und fügte an: „Im Nachhinein tut mir das natürlich leid.“ Fans des FC Bayern hatten Sulu provoziert, ihn als vermeintlichen Schauspieler gebrandmarkt.

DFB-Kontrollausschuss kann ermitteln

Teamkollege Christian Mathenia nahm Sulu in Schutz: „Das war nicht in Ordnung von den Fans. Aytac hat geblutet.“ Trotzdem droht dem Übeltäter ein Nachspiel. Da Schiedsrichter Daniel Siebert die Geste nicht gesehen hat, kann der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen gegen den Abwehrspieler in Gang setzen. So deutet es auch der Bericht der Bild-Zeitung an. Nach Recherche von fussball.news sieht Regel 12 beim Zeigen des Stinkefingers, einer krassen Unsportlichkeit, zwingend eine Rote Karte nach sich – egal, ob sich die Geste gegen einen Gegenspieler oder Fußball-Fan richtet.

Über Maximilian Riepenhof

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