Bundesliga

Wirbel um Mainz-Präsident Strutz

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München – Harald Strutz ist einer der mächtigsten Männer im deutschen Fußball. Doch nun gerät der Präsident des FSV Mainz 05 bei seinem Verein immer mehr unter Druck.

23.000 Euro im Monat?

Laut Sport-Bild könnten einige Mitglieder der Mainzer bald eine außerordentliche Mitglieder-Versammlung einfordern, um den 65-Jährigen abwählen zu können. Grund dafür sind vor allem die hohen Zahlungen, die Strutz angeblich jeden Monat vom FSV erhält. Im Zuge des Wechsels von Manager Christian Heidel zum FC Schalke 04 wurde bekannt, dass Strutz pro Monat 23 000 Euro von Mainz 05 kassieren soll (9000 Euro als Aufwandsentschädigung, 14 000 für eine permanente juristische Beratung des Vereins).

Beim FSV gibt es noch keinen Aufsichtsrat, die Vorstandsmitglieder können ihre Entschädigungen selbst festlegen. Dennoch verdienen die Vorstandskollegen von Strutz angeblich deutlich weniger als der 65-Jährige (rund 2000 Euro im Monat). „Mit dem Aufstieg in die Bundesliga und dem Wachstum des Vereins ging eine Erweiterung des Aufgabenbereichs einher. Es war klar, dass die Führung und Verantwortung für den Verein nicht mehr mit reiner Ehrenamtlichkeit zu bewältigen war“, sagte Strutz dazu.

Der Präsident hat jedoch noch zahlreiche andere Aufgaben. Er übt eine Halbtagsstelle beim Landessportbund Rheinland-Pfalz aus. Zudem sitzt Strutz im Vorstand von DFB und DFL. Darüber hinaus vertritt er die FDP im Mainzer Stadtrat. Diese Ämter bescheren ihm zusätzliche Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder. Das stört viele Mainzer. Es ist deshalb gut möglich, dass Strutz bald gehen muss.

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