Bayer 04 Leverkusen

Sven Bender kritisiert den modernen Fußball: „Sollten auf der Hut sein“

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Bayer Leverkusens Sven Bender hält die aktuellen Entwicklungen im Weltfußball für gefährlich und warnt davor, sich zu sehr von der Basis zu entfernen. Mit seinem Wechsel zur „Werkself“ ist mehr als zufrieden, auch wegen des Trainers.

Am Freitag startet für Bayer Leverkusen die Rückrunde der Saison 17/18. „Die Werkself“ tritt gegen den FC Bayern München an, gegen den sie im Hinspiel am ersten Spieltag eine 1:3-Niederlage hinnehmen musste. „Wir würden den Bayern am Freitag schon gerne ein Beinchen stellen. Wir haben uns jetzt nach oben gearbeitet und wollen uns dort festkrallen. Zu Hause sind wir zudem noch ungeschlagen“, zeigt sich Leverkusens Mittelfeldspieler Sven Bender im Interview mit derwesten.de selbstbewusst. Der 28-Jährige verließ Borussia Dortmund im vergangenen Sommer nach acht Jahren und schloss sich Leverkusen an. Auf die Frage, ob er seinen Wechsel ins Rheinland bereuen würde, antwortete er: „Nein. Ich treffe keine Entscheidung aus dem Affekt, sondern mit vollster Überzeugung. Ich habe den Wechsel noch keinen Tag bereut.“

Lob für Herrlich

Ein wichtiger Faktor für Benders Zufriedenheit ist Leverkusens Trainer Heiko Herrlich. Unter dem 46-Jährigen hat sich die Mannschaft sehr gut entwickelt, ist seit dem fünften Spieltag ungeschlagen und steht auf dem vierten Tabellenplatz. „Cooler Typ. Extrem ehrgeizig. Er ist nie zufrieden, weil er immer das Maximale erreichen will. Er fordert uns, es macht Spaß, mit ihm täglich zu arbeiten“, lobt Bender den ehemaligen Regenburger Coach. Unter Herrlich ist Sven Bender eine große Stütze und verpasste nur zwei Spiele aufgrund eines Rippenbruches.

Kritik am modernen Fußball

Während der Innenverteidiger mit seiner persönlichen Situation zufrieden ist, stören ihn die momentanen Entwicklungen im Fußball. „Die Summen sind deshalb so gewaltig, weil im Fußball eben so viel Geld im Umlauf ist. Man muss allerdings aufpassen, dass sich der Fußball nicht so sehr von der Basis entfernt, vom Amateurfußball“, warnte der siebenfache deutsche Nationalspieler und führte weiter aus, „Es darf nicht passieren, dass die Fußballer in den unteren Ligen das Gefühl haben, dass sie vergessen werden. Dass sie gar nicht mehr wissen, was da oben, im Profifußball passiert.“ Für ihn droht der Fußball durch das viele Geld seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. „Diese Gefahr besteht, ja. Wir sollten auf der Hut sein und Vernunft walten lassen“, so Bender.

Über Marc Schwitzky

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