Bundesliga

Timothy Chandler will über 2017 hinaus in Frankfurt bleiben

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München – Timothy Chandler ist aktuell eines der Gesichter des Frankfurter Erfolgs, umso schmerzlicher ist seine Sperre für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Samstag 18.30). Gerne würde der Rechtsverteidiger seinen Vertrag über 2017 hinaus verlängern.

Fitness als Voraussetzung für gute Leistungen

Wie wertvoll manche Menschen sind, das zeigt sich, so heißt es, erst wenn sie dann irgendwann mal fehlen. Für Timothy Chandler gilt dies nur bedingt. Die starke Entwicklung des Rechtsverteidigers ist in Frankfurt niemandem verborgen geblieben und deswegen ist es aktuell wohl die spannendste Frage, wer den 26-Jährigen auf der Außenposition in der Abwehrkette ersetzen wird. Der Gesperrte selbst macht sich darüber weit weniger Gedanken: „Da mache ich mir keine Sorgen, der Trainer wird schon einen finden“, sagte er gegenüber der Frankfurter Neuen Presse.

Zwei Konkurrenten verletzt

Dass sich Chandler als Stammspieler auf der Position des Rechtsverteidigers präsentieren würde ist zwar erstaunlich, allerdings nicht nur den Verletzungen seiner Konkurrenten Guilermo Varela und Yanni Regäsel geschuldet, sondern vor allem den konstant starken Leistungen des Deutsch-Amerikaners. Sein persönliches Hoch führt er vor allem auf gesteigerte Anstrengungen zurück: „Ich habe nie aufgegeben, habe hart gearbeitet und jeden Tag geschuftet“, zeigte er sich überzeugt, dass der Erfolg der Lohn für seine harte Arbeit sei. Tatsächlich scheint es plausibel, dass es dem schnellen Verteidiger auch wegen seiner körperlichen Konstitution gelingt, den anspruchsvollen Spagat zwischen offensiven Vorstößen und defensiver Stabilität überzeugend zu meistern.

Hoffnung auf baldige Vertragsverlängerung

Auch deswegen ist Chandler eine feste Größe in der US-Nationalmannschaft, dies wird sich auch unter dem neuen Trainer Bruce Arena wahrscheinlich nicht ändern, der Chandler deswegen extra in Frankfurt besuchte: „Wir haben besprochen, wie es weitergeht“, erklärte der 26-Jährige das Treffen und zeigte sich insgesamt erfreut über das Gespräch, auch weil ihm Arena versicherte, dass er allein nach dem Leistungsprinzip aufstelle und Gerüchte, wonach er vermehrt auf Spieler der US- Ligen setze, unwahr seien. Allerdings genießt der Mann, der sich neben weiteren guten Leistungen vorgenommen hat, „auch mal ein Tor zu schießen“, nicht nur bei seinen Trainern hohe Wertschätzung: „Ich freue mich, dass ich jetzt auch bei den Fans gut ankomme“, gibt er zu, „die Leute sehen eben, dass ich in jeder Sekunde alles gebe für den Verein.“ Auch wegen der hohen Anerkennung im Umfeld will er in Frankfurt bleiben und seinen Vertrag, der aktuell nur bis Sommer 2017 läuft, verlängern:„Umso schneller, um so besser, wenn ich meiner Frau und der Familie bald sagen kann, wo ich in Zukunft spiele, dann sind alle glücklich.“

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Ungewohnte Zuschauer-Rolle

Unruhiger als die vertragliche Situation wird ihn allerdings seine Zuschauerrolle am Samstag vor dem Fernseher machen: „Ruhig sitzen kann ich da nicht, ab und zu muss ich mal raus auf die Terrasse, um mich abzukühlen“, bekannte er und zeigte sich auch trotz seiner Abwesenheit von einem Frankfurter Erfolg in Wolfsburg überzeugt: „Ich weiß, dass die Jungs dort was holen.“

Über Stefan Katzenbach

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