Borussia Dortmund

Trainersuche: Wann zieht der BVB nach?

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Der FC Bayern hat mit der Verpflichtung von Niko Kovac den Stein auf dem Trainermarkt ins Rollen gebracht. Borussia Dortmund will im April ebenfalls Klarheit auf der Position schaffen. Bisher ist es rund um die Trainerfrage erstaunlich ruhig. Wie plant der BVB?

„Da geht Genauigkeit vor Schnelligkeit“, sagte Sportdirektor Michael Zorc den Ruhr Nachrichten zur Frage, wer den Klub nächste Saison trainieren werde. „Wir setzen uns nicht unter Druck und nehmen uns die Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen.“ Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte gegenüber Funke Sport Ende März angekündigt, im April eine Lösung finden zu wollen. Der Monat ist zur Hälfte um, Neuigkeiten gibt es keine.

Interesse an Kovac

Auch wenn Zorc am Freitag ein mögliches Interesse an Kovac abtat, ist im Umfeld des BVB zu hören, der Verein sei durchaus am Erfolgs-Coach von Eintracht Frankfurt dran gewesen. Der ehemalige kroatische Nationaltrainer stand im Verein seit einer Hospitanz unter Thomas Tuchel im Jahr 2016 hoch im Kurs, zudem haben die Entscheidungsträger der Schwarzgelben registriert, wie stark sich die Eintracht gegen den BVB zum Beispiel beim DFB-Pokalfinale vergangene Saison präsentierte.

Favorit Favre

Favorit, so heißt es rund um Dortmund ungebrochen, sei weiterhin Lucien Favre. Der Schweizer war schon bei der Nachfolge von Tuchel Wunschkandidat von Watzke, durfte OGC Nizza aber nicht verlassen. Damals standen die Südfranzosen vor den Qualifikationsspielen zur Champions League. Dieses Jahr könnte es anders aussehen, zumal Favre dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel besitzt. Allerdings ist der Ex-Coach von Borussia Mönchengladbach auch beim FC Arsenal im Gespräch.

Stögers Chancen

Sollte Dortmund erneut bei Favre in die Röhre gucken, steigen Peter Stögers Chancen deutlich. Mit einem starken Saison-Endspurt würde sich der besonnene Österreicher gegenüber Außenseiterkandidaten wie Marco Rose (RB Salzburg) oder dem ehemaligen Jugend-Trainer des BVB, Hannes Wolf, in Stellung bringen. Für Dortmund hat diese Lösung einen gewissen Reiz, weil sie einen Angriff auf Julian Nagelsmann im Jahr 2019 erleichtert. Der Trainer der TSG Hoffenheim gilt als absolute Wunschlösung, soll mit dem BVB eine neue Ära prägen. Eine Übergangssaison mit Stöger, der zwar biederen, aber hinreichend erfolgreichen Fußball verspricht, wäre demnach keine sonderlich große Überraschung. Diese Lösung ist freilich nur dann zu verkaufen, wenn Dortmund die Saison auf einem Champions-League-Rang beendet. Fraglich, ob das im Laufe des April bereits feststehen wird.

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