Bundesliga

Trennung von Hasenhüttl für Forsberg „keine Überraschung“

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Emil Forsberg hat mit RB Leipzig eine schwierige zweite Saison in der Bundesliga erlebt. Der als Vizemeister in die Spielzeit gestartete Brauseklub musste sich an die neue Dreifachbelastung gewöhnen und verpasste die erneute Qualifikation für die Königsklasse. Der Tabellensechste startet in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League. Für den Mittelfeldspieler kam die Trennung von Trainer Ralph Hasenhüttl daher nicht mehr unerwartet.

Forsberg hat bei Bild zugegeben: „Ein schwieriges Thema. Der Verein und Ralph Hasenhüttl haben das ja zusammen so entschieden. Für mich war es keine Überraschung.“ Es gab häufiger Probleme mit einzelnen Akteuren, der Zusammenhalt im Team war nicht mehr so stark wie in der ersten Spielzeit und Hasenhüttl fand phasenweise keine Lösungen mehr. Zudem stand die offene Zukunft im Fokus. Der Kontrakt des Österreichers wäre 2019 ausgelaufen, Sportdirektor Ralf Rangnick wollte nicht unter diesen unklaren Umständen in die neue Saison gehen.

Schwede prophezeit Hasenhüttl große Karriere

Der Schwede prophezeite: „Er hat noch eine steile Karriere vor sich, da bin ich sicher.“ Forsberg ließ dennoch durchblicken: „In diesem Jahr war es vielleicht ein bisschen zu viel Hin und Her. Das lag sicher auch an meinen Verletzungen.“ Der WM-Fahrer konnte nur 21 Bundesligaspielen mitwirken und kam auf vier Scorerpunkte mit jeweils zwei Treffern und Vorlagen – zu wenig für die eigenen Ansprüche und die des Vereins.

Forsberg-Zukunft weiter offen

Ob der 26-jährige über die Sommerpause hinaus – trotz Vertrags bis 2022 – noch bleibt, ist unsicher. Forsberg selbst wollte nichts zu seinen Planungen sagen: „Daran denke ich überhaupt nicht. Für mich zählt im Moment nur die WM. Da haben wir viel vor. Wir wollen mindestens Gruppenzweiter werden.“ Ein Faustpfand für mindestens eine weitere Spielzeit bei RB könnte Rangnick sein: „Ein absoluter Top-Fachmann. Einer der besten der Welt, finde ich. Er weiß und kennt ganz genau die Eckpfeiler, wie RB-Fußball auszusehen hat. Ob er aber Trainer wird, müssen wir mal abwarten.“

 

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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