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U17-Juniorinnen gewinnen EM-Titel nach Elfmeterkrimi

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Die deutschen Fußballerinnen haben nach einem Elfmeterkrimi zum sechsten Mal bei der U17-Europameisterschaft triumphiert.

Die deutschen Fußballerinnen haben nach einem Elfmeterkrimi zum sechsten Mal bei der U17-Europameisterschaft triumphiert. Die Auswahl von DFB-Trainerin Anouschka Bernhard besiegte im Endspiel Spanien nach einer torlosen Wasserschlacht in Pilsen mit 3:1 vom Punkt und verteidigte in der verregneten Neuauflage des Vorjahresendspiels den Titel erfolgreich.

„Das ist überwältigend, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden, Spanien hat es uns sehr schwer gemacht“, sagte Bernhard. „Aber keiner hat ein Tor gemacht. Ich bin überglücklich, dass wir am Ende gewonnen haben.“

Im Elfmeterschießen avancierte Torhüterin Stina Johannes (FF USV Jena) mit einem gehaltenen Elfmeter zur Matchwinnerin. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Melissa Kössler (Turbine Potsdam). Bereits im Halbfinale hatte Deutschland Norwegen mit 3:2 im Elfmeterschießen bezwungen. Das Gruppenspiel gegen Spanien zum EM-Auftakt hatte die DFB-Auswahl 4:1 gewonnen, auch 2016 hatte Deutschland im Elfmeterschießen triumphiert.

Vor den Augen des zum Endspiel angereisten DFB-Sportdirektors Horst Hrubesch suchten beide Teams trotz der schwierigen Bedingungen den Weg nach vorne, große Pfützen auf dem gesamten Spielfeld ließen aber keinen Kombinationsfußball zu. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Spanierinnen die Kontrolle, Johannes verhinderte mit starken Paraden einen Rückstand.

Das Elfmeterschießen wurde wie bereits in der Vorschlussrunde im neuen Modus „ABBA“ ausgetragen. Es wurde nicht, wie seit den 1970er-Jahren üblich, abwechselnd geschossen. Aus der Reihenfolge A, B, A, B wurde A, B, B, A.

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