Bayer 04 Leverkusen

Völler nimmt Bellarabi in die Pflicht: „Er muss angreifen!“

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Karim Bellarabi hat nach starkem Saisonstart den Anschluss verloren. Die zuletzt immer stärker werdende Bayer-Elf kam ohne den 27-Jährigen ins Rollen. Der musste von der Bank mit ansehen, wie vor allem Konkurrent Leon Bailley immer stärker auftrumpfte. Verbaut sich Bellarabi ganz allein den Weg in die Startelf?

„Manchmal glaube ich, dass er gar nicht weiß, welche Qualität er hat“, sagte Trainer Heiko Herrlich im kicker. Dieses Gefühl werden Beobachter in der Tat nicht los, wenn Bellarabi bereits eine misslungene Aktion aus der Bahn wirft. Die Unbekümmertheit, die den Flügelspieler in der Saison 2014/15 durchstarten ließ und bis in die Nationalmannschaft spülte, ist abhanden gekommen. Stattdessen: Nach gutem Saisonstart saß er in den vergangenen Partien auf der Bank und kam seit dem sechsten Spieltag nur noch auf 52 Spielminuten.

Völler nimmt Bellarabi in die Pflicht

Die taktischen und technischen Mängel sind Herrlich scheinbar zu groß. Er müsse demnach die Schnelligkeit im Kopf an seine Bewegungsschnelligkeit angleichen, zudem haben die Flanken und Schüsse eine zu große Streuung, sie seine „mal super, mal nicht so gut.“ Sportdirektor Rudi Völler nahm Bellarabi in die Pflicht: „Bei aller Konkurrenz, das ist für ihn zu wenig. Dafür hat er zu große Möglichkeiten. Er muss angreifen in der Rückrunde. Das verlange ich.“

„Waffe“ Bailley hat die Nase vorn

Dabei hat der Offensivmann derzeit einen Konkurrenten vor der Brust, der die gesamte Bundesliga in Erstaunen versetzt. Bailley ist nach einem halben Jahr Anlaufzeit voll angekommen und setzt ein Highlight nach dem anderen. Tempo, Raffinesse, Torgefahr und ein gefühlvoller Fuß bei Standardsituationen: Der 20-Jährige Jamaikaner „ist eine Waffe“, wie Herrlich sagte. Inzwischen kommt zum „Wahnsinn“ inzwischen „die Disziplin“, wie der Kölner Stadtanzeiger titelte. Keine gute Neuigkeiten für Bellarabi, der sich aktuell hinten anstellen muss.

Über Christopher Michel

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