2. Bundesliga

Die Bilanz im Sachsen-Derby macht Aue gegen Dynamo Hoffnung

am

München – Erzgebirge Aue empfängt zum Sachsen-Derby Dynamo Dresden. Die Vorschau von fussball.news.

Dresden steckt in Mini-Krise

Dynamo Dresden steckt in einer Mini-Krise. Nach einem 0:2 gegen Abstiegskandidat St. Pauli gab es zuletzt ein 1:2 gegen Aufstiegsaspirant Hannover 96, wodurch Dynamo wohl kaum mehr Chancen auf den Bundesliga-Aufstieg besitzt. Andererseits ist Dynamo ja erst gerade in die 2. Liga aufgestiegen – wie Konkurrent Erzgebirge Aue, und die Bilanz der Dresdner kann sich sehen lassen. Nur sechs von 21 Spielen wurden verloren, was Rang sechs in Liga zwei bedeutet und den wohl schon bald sicheren Klassenerhalt.

Bilanz macht Aue Hoffnung

Erzgebirge Aue steckt dagegen mitten im Abstiegskampf, das Team von Trainer Pavel Dotchev besitzt aber 2017 eine aufsteigende Tendenz mit fünf Punkten aus vier Partien. So ist Aue Tabellenschlusslicht, liegt aber gleichauf nach Punkten mit St. Pauli und dem KSC. Und die Bilanz gegen Dresden dürfte Aue ein wenig Hoffnung machen. Klar, in Zeiten der DDR Oberliga hatte Aue kaum eine Chance gegen den Serien-Meister aus Dresden, doch nach der Wende hört sich die Bilanz anders an. 14 Siege, zehn Unentschieden (alle 1:1!) und nur fünf Niederlagen bedeuten eine positive Bilanz für Aue.

Dotchev: „Es geht ums Prestige“

„Wir haben bisher immer positive Ergebnisse erzielt gegen Dresden, das wollen wir auch diesmal tun“, betonte Aue-Coach Pavel Dotchev. Er ergänzte: „Es geht auch ums Prestige. Das Spiel ist auch sehr wichtig für den Verein und wir wollen auf jeden Fall eine Top-Leistung abrufen.“ Personell kann Dotchev auf alle Spieler zurückgreifen. „Alle sind an Bord, alle trainieren gut“, so Dotchev, der erklärte: „Man hat auch gesehen, wie wichtig die Ersatzspieler sind. Zum Beispiel Nazarov oder Kaufmann. Wir brauchen auch am Sonntag alle Mann.“

VIDEO ONEFOOTBALL: Wer könnte Jürgen Klopp in Liverpool helfen?

Aosman wird „jünger“

In Dresden gab es unter der Woche eine kuriose Meldung. Aias Aosman ist offiziell plötzlich zwei Jahre jünger. Bislang wurde das Alter des Offensivspielers in den Statistiken jeweils mit 24 angegeben. Doch plötzlich ist der Dynamo-Spieler nur noch 22. Der Hintergrund: Im Alter von fünf Jahren war Aosman mit seinen Eltern aus Syrien nach Deutschland gekommen. Da im Rahmen des Asylantrags keine Geburtsurkunde vorhanden war, trugen die Behörden wie bei Flüchtlingen üblich den 1. Januar 1993 als Geburtsdatum ein. Nun aber ist die Urkunde wieder aufgetaucht, dort wird der 21. Oktober 1994 als Geburtstag angegeben. Eine weitere Personalie: Niklas Kreuzer hat seinen Vertrag in Dresden verlängert. Der 24 Jahre alte Flügelspieler ist nun bis 2019 an den Klub gebunden.

Neuhaus: „Boden unter den Füßen gewinnen“

Dynamo-Coach Uwe Neuhaus ist auf die Partie gegen Aue fokussiert und hofft auf Wiedergutmachung nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge. „Der FC Erzgebirge spielt nach wie vor sehr guten Fußball, sie haben leichte Probleme, was die Ergebnisse angeht“, analysierte Neuhaus den Konkurrenten aus Aue. „Nach zwei Niederlagen müssen wir zusehen, dass wir wieder Boden unter den Füßen gewinnen“, legte Neuhaus nach und betonte: „Es wird ein heiß umkämpftes Spiel. Wir konnten in den letzten Spielen dort keine guten Ergebnisse erzielen. Die Mannschaft ist auf jeden Fall gewillt, das zu ändern.“ Personell muss Uwe Neuhaus noch auf Andy Gogia (Reha nach Bänderverletzung), Florian Ballas (Aufbautraining nach Schulterluxation) und Marcel Hilßner (Fußprobleme) verzichten. Mit einem Derby-Sieg könnte Dresden immerhin seine geringe Aufstiegschance noch wahren und den Rückstand auf Rang drei auf sieben Zähler verkürzen.

Über Daniel Michel