Bundesliga

Warum Schmidt die Saison in Leverkusen wohl trotzdem nicht übersteht

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München – Roger Schmidt stand in Leverkusen wohl schon mehrfach vor dem Aus. Wenn sein Team mit dem Rücken zur Wand stand, setzte es jeweils zu einer großartigen Aufholjagd an. Auch in den letzten Wochen gelang dies erneut – und dennoch bleibt fussball.news der Analyse nach dabei: Schmidt und Leverkusen dürften wohl nicht bis zum Saisonende einander aushalten. Die Gründe:

Angriff auf Platz zwei bleibt aus

Bayer Leverkusen hat als Saisonziel den Angriff auf Platz zwei ausgegeben, das Mindestziel ist Platz vier und die Qualifikation zur Champions League. Platz zwei wird Leverkusen voraussichtlich verfehlen, dafür sind die Leistungen zu inkonstant. Es geht um das Mindestziel Platz vier. Ist es in Gefahr, so ist Leverkusen bekannt dafür, die Reißleine zu ziehen. In der Rückrunde dürfte der Druck auf Roger Schmidt demnach zunehmen.

Auch nach drei Siegen nun – skeptisch bleiben

Schmidt gewann mit Leverkusen zuletzt drei Pflichtspiele in Folge – die vorläufige Rettung. Doch wie kamen die Siege zustande? Gegen ein desolates Wolfsburg wurde die Partie in den letzten 15 Minuten in einen 2:1-Sieg umgebogen. Gegen Abstiegskandidat Nummer zwei Darmstadt glückte ein mühsamer Heimsieg (3:2). Das vermeintlich beachtliche 1:0 in der Champions League bei Tottenham Hotspur wird überbewertet. Tottenham plagte eine Verletzten-Misere, hatte gerede eine Negativserie und im eigentlich auswärtigen Wembley-Stadion kam Tottenham mit dem Druck nicht zurecht. Die Siegesserie sollte Leverkusen trotzdem skeptisch bleiben lassen.

Zugängen fehlt Top-Form

Zugänge lassen Schmidt im Stich: Kevin Volland, Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic sind die Top-Transfers der aktuellen Saison bei Bayer. Keiner der drei Spieler konnte im 1. Saison-Viertel nur annähernd seine Normal-Form abrufen. Steigert sich das Trio nicht, gerät Schmidt bald wieder unter Druck.

Mentales Problem

Elfmeter-Misere: Unter Schmidt ist die vergangenen zwei Jahre kaum eine spielerische Entwicklung zu erkennen, vor allem aber keine im mentalen Bereich: Bei Elfmetern – ganz gleich ob während des Spiels oder im Shoot-out – versagen den Bayer-Profis die Nerven, wie zuletzt im Pokal bei Drittligist Sportfreunde Lotte. Zudem beklagen Schmidt und Völler selbst seit über einem Jahr sinngemäß, dass das Team ein Mentalitätsproblem habe – eine Änderung müssen in der Regel Trainer und die Vereinsführung herbeiführen.

Noch fehlt eine Alternative zu Schmidt

Laut Sport-Bild gibt es bei Leverkusen bislang noch ein Problem, um Schmidt im Ernstfall nicht zu entlassen: Angeblich gebe es keinen passenden Trainer, der Schmidt ersetzen könnte. Für den nächsten Notfall dürfte Leverkusen sicherlich besser vorbereitet sein und einen Ersatz parat haben.

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Schwere Gegner warten auf Leverkusen noch

Bis Weihnachten wartet auf Leverkusen noch ein „Hammerprogramm“ – das Heimspiel am Freitag gegen Leipzig ist der 1. Höhepunkt. Es warten zudem noch Gastspiele in München und auf Schalke. Zudem sind auch Top-Teams wie Köln noch auf dem Programm. Will Schmidt sich zunächst mal ins neue Jahr retten, ist er nun zu einer Positiv-Serie verpflichtet.

Über Daniel Michel

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