Bundesliga

Weinzierl wendet Zuckerbrot und Peitsche an – Heidel stellt Aussage klar

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München – Schalke-Trainer Markus Weinzierl hat vor dem Spiel am Freitag gegen den FC Bayern München von seinen Stars eine deutlich andere Einstellung gefordert, als es beim 0:1 zuletzt bei Eintracht Frankfurt der Fall gewesen ist. Stürmer Franco Di Santo wird im Duell gegen die Münchner jedoch verletzt fehlen.

Weinzierl: „0:1 in Frankfurt ist abgehakt“

„Wir haben das 0:1 in Frankfurt abgehakt, aber natürlich aufgearbeitet und unsere Lehren daraus gezogen“, erklärte Markus Weinzierl. Der Schalke-Coach betonte: „Vor allem die ersten 20 Minuten in Frankfurt haben wir uns ganz anders vorgestellt. Nun hoffe ich darauf, dass wir gegen Bayern München eine starke Leistung erbringen.“ Jeder Spieler sei nun gefordert, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Denn eine Leistung wie in Frankfurt dürfe nicht nochmal passieren, warnte Weinzierl seine Stars.

Wer bekommt nochmal eine Chance?

Gibt Weinzierl dabei seinen „Frankfurt-Verlierern“ gegen den FC Bayern nochmal eine Chance? Oder setzt er nun mehr auf die neu hinzugekauften Spieler? Einerseits forderte Weinzierl von seinen Stars eine Steigerung, andererseits schützte er sie vor zu viel Medienkritik. „Nein“, sagte Weinzierl bestimmend, es gehe nicht um alte Spieler oder neue Spieler, die Mischung der Mannschaft müsse einfach stimmen, dazu werde jede Position überprüft. Und jeder seiner Spieler besitze Qualität, versicherte Weinzierl. Er brauche aber noch weitere Wochen, um das Team zu entwickeln. Er suche einfach nach Spielern für die Startelf, die kompakt stehen, die „giftig“ seien und „gierig“ darauf, gewinnen zu wollen. Er verlange nun auch von seinen Spieler, beim Highlight gegen den FC Bayern einen tollen „Fight“ zu liefern, „dagegenzuhauen“ und zu punkten.

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Weinzierl: „Bayern hat sich unter Ancelotti verändert“

Natürlich sei Bayern das Maß aller Dinge, zähle zu den Top-Teams in Europa und habe bislang keine Schwächen gezeigt, dennoch erwarte er von seinem Team, dass es den Münchnern Paroli biete, erklärte Weinzierl. Ausreden für eine mögliche Niederlage wolle er dabei keine gelten lassen. So seien natürlich Spieler wie Breel Embolo (Schweiz) erst spät vom Länderspiel zurückgekehrt und die verstreuten Spieltage der EM-Qualifikation seien nicht optimal, aber dieses Problem besitze der FC Bayern ja ebenso. Weinzierl machte bei seinem Ex-Klub unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti deutliche Veränderungen aus. So setze der Italiener auf andere Außenverteidiger als Vorgänger Pep Guardiola und lasse ein anderes System spielen.

Spielphilosophie soll erhalten bleiben – auch gegen Bayern

Er müsse auf die Aufstellung des FC Bayern reagieren, so Weinzierl, vielleicht ein wenig mehr als bei einem Aufsteiger, dass bedeute aber nicht, die Philosophie von Schalke 04 zu ändern, die er vor allem für die künftigen Heimspiele erwarte: nämlich offensiv nach vorne zu spielen. Ob er in der Abwehr womöglich auf eine Dreierkette, vielleicht sogar Fünferkette setze, ließ Weinzierl offen.

Bayern auch im Strafraum „fordern“ – Di Santo fällt aus

Je mehr man den FC Bayern fordere, je mehr man Torwart Manuel Neuer fordere, je mehr es demnach Aktionen der Schalker im Bayern-Strafraum gebe, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, Tore zu erzielen und erfolgreich zu sein, sagte Weinzierl. Ausfallen wird für das Spiel allerdings Stürmer Franco Di Santo. Der Argentinier hat muskuläre Probleme. Verteidiger Naldo plagen zudem Rückenbeschwerden, sein Einsatz ist offen.

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Heidel stellt klar: „Kein Spieler auf Schalke ist schlecht“

Manager Christian Heidel hatte noch eine Aussage klarzustellen. Zuletzt sagte er der Sport-Bild, manche Stars auf Schalke würden sich überschätzen. Auf Nachfrage von fussball.news-Reporter Raphael Wiesweg, wann Heidel zu diesem Schluss gekommen sei, erklärte der Manager, er habe dies die vergangenen Wochen erkannt. Allerdings präzisierte er: „Ich meinte, dass wenn die Spieler denken, sie seien fußballerisch so gut, dass auch 98 Prozent für eine Partie ausreichen würden, sie sich überschätzen. Ich habe nicht gesagt, dass ein Spieler schlecht ist. Ich verlange nur, dass sie merken, immer ans Limit gehen zu müssen. Diesen Eindruck wollte ich widergeben.“

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