Bundesliga

Weiser träumt von DFB-Team

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München – Hertha BSC zählt als Tabellen-Dritter zu den Überraschungsmannschaften der Bundesliga. Dass aus dem Abstiegskandidaten ein Anwärter auf einen Platz im internationalen Geschäft wurde, ist auch Mitchell Weiser zu verdanken.

„Instagramm-Post mit Alaba war falsch“

Im Sommer war er vom FC Bayern München in die Hauptstadt gewechselt. In einem Interview mit dem kicker gab er nun einen Einblick in sein Innenleben und sprach über seine neue Heimat. In München galt Weiser lange als schwieriger Typ. „Ich hatte daran nicht rund um die Uhr zu knabbern. Aber in eine Schublade gesteckt zu werden, in die ich nicht gehöre, nervte schon“, räumte Weiser ein.

Zwei vermeintliche Fauxpas

Besonders zwei Eskapaden wurden ihm zur Last gelegt. Statt bei der U-23-Mannschaft mitzuhelfen, sei er zum Formel 1-Rennen nach Monaco geflogen. „Der damalige Trainer der Zweiten (Erik ten Hag, d. Red.) hat das so dargestellt, dass ich nicht spielen wollte. Tatsächlich hat er vorm letzten regulären Meisterschaftsspiel auf mich verzichtet. Also bin ich dann in den Urlaub geflogen“, stellt der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Patrick Weiser klar. Dagegen bedauert er einen Post auf Instagram, in dem Weiser und David Alaba nur mit einem String bekleidet waren. „Das Bild zu posten war nicht schlau. So etwas wird mir nicht mehr passieren“, versicherte der Flügelspieler.

Kehrtwende im Sommer 2014

Im sportlichen Bereich könnte es dagegen momentan nicht besser laufen. Als Kehrtwende bezeichnete Weiser eine Entscheidung im Sommer 2014. „Ich habe mir einen Personal Coach genommen, ich war topfit. Der Wandel in meinem Kopf, der fand in jenem Sommer statt“, erinnerte er sich. Zwar bremste ihn zunächst noch eine langwierige Syndesmose-Verletzung, doch in der Rückrunde spielte Weiser immer öfter für den FC Bayern. Im Spiel gegen Hertha BSC bereitete er sogar den entscheidenden Treffer durch Bastian Schweinsteiger vor, der die Meisterschaft bescherte.

Lahm als Vorbild

Auch deshalb wurden die Berliner auf ihn aufmerksam. Doch Weiser lagen noch andere Angebote vor. „Hertha hat sich lange und intensiver als andere um mich bemüht. Ich wollte bei meinem nächsten Klub regelmäßig spielen. Bei Hertha hatte ich das beste Gefühl“, verriet Weiser nun. Seine Zeit bei Bayern möchte er aber nicht missen. Besonders von Philipp Lahm konnte der 21-Jährige einiges lernen. „Der verliert keinen Ball. Das kann man nicht kopieren, aber man muss hinschauen“, sagte Weiser.

Traum von der Nationalelf

Vom internationalen Geschäft oder gar der Champions League will er mit der Hertha noch nicht träumen. Ein Thema für die Zukunft könnte aber die Deutsche Nationalmannschaft sein. Weiser, der offensiv wie defensiv die rechte Außenbahn besetzen kann, sieht offenbar eine Chance angesichts der begrenzten Auswahl an Spielern auf der Position des Rechtsaußenverteidigers. „So viele Top-Außenverteidiger hat die Liga nicht. Matthias Ginter macht es in Dortmund richtig gut, Christian Träsch in Wolfsburg im Moment auch“, schätzte Weiser die Konkurrenzlage ein..

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