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Wen Löw wählte

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München – Lionel Messi hat zum 5. Mal die Auszeichnung „Weltfußball des Jahres“ erhalten (zur News). Der Argentinier vom FC Barcelona hatte im FIFA-Zählsystem die meisten Punkte erhalten. Doch wer stimmte ab – und wie? Das gab die FIFA am Montagabend bekannt. Hier gibt es die komplette Liste im Überblick, darunter das Abstimm-Verhalten von Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Kapitän Bastian Schweinsteiger.

Trainer, Kapitäne und Journalisten durften abstimmen

Berechtigt zur Wahl waren alle Mitgliedsverbände der FIFA, die Kapitäne der Nationalmannschaften sowie in der Regel jeweils ein Pressvertreter aus dem jeweiligen Mitgliedsverband. Jeweils die Top Drei wurden gewählt, die dafür entsprechenden Punkte (5,3,1) gab es für den jeweiligen Spieler.

Schweinsteiger wählte Neymar in Top Drei

Bastian Schweinsteiger hält FC-Bayern-Torwart Manuel Neuer für den besten Spieler der Welt, danach folgen bei ihm Stürmer Thomas Müller sowie Neymar vom FC Barcelona.

Löw stimmte auch für Kroos

Bundestrainer Joachim Löw wählte ebenfalls Neuer und Müller auf die Plätze eins und zwei – danach stimmte er für Toni Kroos (Real Madrid). Seitdem die FIFA das Abstimmverhalten veröffentlicht, wird die Wahl immer mehr zum Politikum. In zahlreichen Ländern wird dann oftmals die Vereins- oder Nationalmannschafts-Loyalität des Abstimmberechtigten hinterfragt.

Dass zum Beispiel Joachim Löw weder Lionel Messi noch Cristiano Ronaldo in seine Top Drei gewählt hat, sondern drei deutsche Spieler, könnte in diese Richtung zielen. Cristiano Ronaldo selbst würde auch in dieses Schema passen: Er nahm in die Top Drei ausschließlich Spieler seines Stammvereins Real Madrid (Karim Benzema, James und Gareth Bale).

Viele Top-Trainer setzten auf Objektivität

Andererseits: Unter den Top-Trainern gab sich dieses Jahr kaum einer die Blöße, komplett auf die nationale Karte zu setzen. Spaniens Vicente del Bosque votierte für Messi und Ronaldo, Frankreichs Didier Deschamps verzichtete ganz auf Franzosen (etwa Benzema oder Pogba) und wählte Müller auf Platz drei. Auch Englands Roy Hodgson nahm keinen Engländer in die Top Drei auf.

Die FIFA hat einen Überblick über alle Ergebnisse zusammengestellt, abzurufen ist das Voting hier: zum Voting.

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Über Daniel Michel

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