England

Wenger: „Zukunft ist meine geringste Sorge“

am

Der FC Arsenal hat am Sonntag erneut verloren. Das 1:2 bei Aufsteiger Brighton and Hove Albion war bereits die vierte Niederlage in den letzten fünf Spieltagen der Premier League. Dazu kommt die heftige 3:0 Pleite im Ligapokal gegen Manchester City. Arsene Wenger scheint von alldem unberührt. Es wirkt, als lebe der Franzose in einer Parallelwelt.

„Momentan ist meine Zukunft meine geringste Sorge“, sagte der 68-Jährige nach dem Spiel. „Es geht darum, dass Arsenal Spiele gewinnen muss, dann sehen wir weiter.“ Im 22. Jahr seiner Amtszeit droht den Gunners die schlechteste Platzierung in der Abschlusstabelle, die Champions-League-Plätze sind bereits in weite Ferne gerückt. Bei 13 Punkten Rückstand auf Lokalrivale Tottenham Hotspur auf dem vierten Rang ist die Königsklasse wohl nur noch durch den Gewinn der Europa League zu erreichen.

Wenger findet Ausreden

Der wortgewandte Franzose sieht nicht ein, wie seine Situation die Ergebnisse auf dem Platz beeinträchtigen soll. Es gebe keine Ungewissheit über seine Zukunft. „Die Ungewissheit liegt in der Qualität unserer Leistungen.“ Für die schwachen Auftritte seiner Mannschaft fand er Erklärungen, die verdächtig nach Ausreden klangen. „Das Ligapokal-Finale mitten in der Saison ist schwierig, es bringt viel Negativität mit sich.“ Außerdem sei es unmöglich, im Donnerstag-Sonntag-Donnerstag Rhythmus ordentlich zu regenerieren. Unter der Woche hatten die Gunners zu Hause gegen ein mit angezogener Handbremse spielendes Man City kein Land gesehen (0:3).

Glauben an die Wende

Der dienstälteste Trainer im europäischen Profifußball glaubt allen Ernstes, der richtige Mann für die Wende zum Guten zu sein. „Ich habe es schon mal geschafft. Das ist das erste mal, dass ich so häufig am Stück verloren habe. Ich glaube, ich kann das umdrehen.“ Eine Qualität von guten Trainern sei es, Krisen kurz zu halten. Ebendas traue er sich zu. Die Stimmung bei den Gunners droht seit längerem zu kippen, beim Auswärtsspiel in Brighton waren deutliche Rufe von „Wenger out“ bei den Gästefans zu hören. Englische Medien spekulieren seit Monaten, wer im Sommer auf den Franzosen folgen könnte. Dabei werden auch immer wieder die Namen Thomas Tuchel und Joachim Löw erwähnt.

Über Lars Pollmann

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.