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Wilmots: „Ich bin wie Jürgen Klopp“

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München – Marc Wilmots trainiert die belgische Nationalmannschaft. Mit dem früheren Profi von Schalke 04 haben es die Roten Teufel bis an die Spitze der Weltrangliste geschafft. Nicht ohne Grund, denn ein Vorbild des Belgiers ist kein geringerer als Liverpool-Trainer Jürgen Klopp.

Wilmots im Interview mit fifa.com

„Ich bin ein wenig wie Jürgen Klopp: sehr menschlich, ehrlich und immer geradeaus“, sagte Wilmots dem Internetportal des Weltverbandes Fifa: „Dazu führe ich viele Vier-Augen-Gespräche. Wichtig ist der Respekt voreinander. Wir wollten eine Mannschaft aufbauen, die nicht für sich selbst spielt. Eine Person ist nicht wichtig.“

Ziel mit Belgien: EM-Finale in Paris

Er reiße „jeden“ mit, um das Ziel zu erreichen. Pro Spiel seien dies sieben, acht Torchancen. „Das ist gut für die Moral, wenn man einen Trainer hat, der nach vorne spielt und offensiv aufstellt“, erklärte der Fußballlehrer, der seit 2009 für Belgien tätig ist: „So ist es einfacher für die Spieler, Vertrauen zu tanken.“

Das Ziel mit der Nationalmannschaft womöglich: ein Titel-Gewinn bei einem großen Turnier. Vielleicht schon 2016 bei der Europameisterschaft in Frankreich? „Ich denke, wir gehören zu den fünf, sechs besten Teams in Europa“, stellte der 46-Jährige unmissverständlich seine „großen Ambitionen“ klar: „Das Team ist noch recht jung, aber wir wollen Erfolg haben – und der Trainer auch.“ Das Ziel bei der EM sei das Finale. „Wir gehen voller Selbstvertrauen in die EM, aber wir wissen auch, dass in einem Turnier viel passieren kann.“

Zukunft im Vereinsfußball?

Durch den Erfolg mit Belgien ist Wilmots noch bekannter und anerkannter geworden. Zuletzt wurde der „Eurofighter“ im Sommer wohl von Ex-Klub Schalke 04 umgarnt. Ein Engagement im Vereinsfußball will er deshalb keineswegs ausschließen, schränkt aber ein: „Ich bin ein Projekt-Typ und schaue immer langfristig. Was will man in fünf Jahren oder so erreichen? Darum geht es. Wenn kein Projekt vorhanden ist, würde ich es nicht machen. Nur wegen des Geldes – das geht nicht. Ich muss ein Ziel haben.“ Generell sei er „offen für alles“.

Zu den Kandidaten für den Ballon D’Or – Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Neymar – entgegnete der Trainer trocken: „Am besten man würfelt und gibt dem Gewinner den Goldenen Ball. Alle drei sind überragend.“

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