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WM-Skandal: Niersbach weist neue Vorwürfe zurück

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Wolfgang Niersbach hat erneute Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland zurückgewiesen.

Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat erneute Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland zurückgewiesen. „Ich versichere nochmals, dass ich das Warner-Papier erstmals bei der Befragung durch Freshfields gesehen habe, und dies war am 5. November“, sagte der frühere Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Die Süddeutsche Zeitung hatte zuvor berichtet, dass Niersbach schon vor dem 5. November 2015 von der Existenz des Warner-Vertrags Kenntnis gehabt habe. Das Bestreiten dieser Kenntnis sei laut SZ auch der eigentliche Grund für Niersbachs Rücktritt am 9. November 2015 gewesen.

Der inzwischen lebenslang gesperrte Ex-Funktionär Jack Warner (Trinidad und Tobago) gehörte zu den Schlüsselfiguren in verschiedenen Skandalen beim Weltverband FIFA. Warner und der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer hatten kurz vor der Vergabe der Endrunde 2006 einen dubiosen Vertrag unterzeichnet, der Warner erhebliche Vorteile zusichern sollte.

Wie Warner und Beckenbauer übt auch Niersbach mittlerweile kein Amt im Fußball mehr aus. Als Folge seiner Sperre durch die FIFA-Ethikkommission ist der 66-Jährige Mitte Dezember des vergangenen Jahres aus dem FIFA-Council und dem Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zurückgetreten.

Für den ehemaligen DFB-Boss wird sein Nachfolger Reinhard Grindel am 5. April beim UEFA-Kongress in Helsinki in die Gremien gewählt.

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