England

Zieler hat Nationalmannschaft nicht aufgegeben

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München – Ron-Robert Zieler war es in den vergangenen Jahren gewohnt, die Nummer eins bei seinem Klub zu sein. In Hannover war er stets unangefochten. Nach dem Abstieg seines Teams, entscheid er sich im Sommer für einem Wechsel zum englischen Meister. Dort machte er bisher neue Erfahrungen.

Plötzlich Ersatzbank 

Kasper Schmeichel blieb im Tor von Leicester. Der Weltmeister von 2014 musste sich zunächst auf die Bank setzten. „Wenn man bei 96 so lange die Nummer 1 war und vor allem so viele Spiele in Folge gemacht hat, ist die Bank schon eine Umstellung“, gab der 27-Jährige gegenüber BILD zu und ergänzte, „Aber Frust gibt es keinen. Ich bleibe dran und werde weiter Gas geben. Ich will mich hier durchsetzen.“

Saison ist lang

Sein neue Trainer machte dem Keeper auch Hoffnung darauf: „Er hat betont, dass die Saison lang ist, wir viele Spiele haben und er rotieren will. Kasper ist mit einem Meisterbonus in die Saison gestartet. Aber ich bin guter Dinge, dass ich meine Einsätze bekomme.“

Nationalmannschaft im Blick

Sich gegen Schmeichel durchzusetzen ist nur ein Teilziel für den ehemaligen Nationaltorwart. Er hofft auf eine Rückkehr in das Team von Joachim Löw: „Mein Ziel ist es, irgendwann wieder dabei zu sein. Aber mein Fokus liegt jetzt erst mal voll und ganz auf Leicester. Über den Verein kann ich mich auch wieder fürs Nationalteam empfehlen.“

Kontakt nach Hannover 

Am Sonntag vor dem Heimspiel gegen Dresden, wollte Hannover 96 seinen ehemaligen Kapitän verabschieden. Zieler bekam keine Freigabe. Bei seinem neuen Klub ist Training für den Tag angesetzt. Der Kontakt in seine alte Heimat besteht nach wie vor: „Natürlich. Ich hatte da eine tolle Zeit, habe noch einige gute Freunde, mein Patenkind lebt in Hannover. Ich werde sicher das ein oder andere Mal vorbeischauen. Ich freue mich für 96 und drücke fest die Daumen, dass es mit dem Aufstieg klappt. Der Abstieg hat sehr wehgetan. 96 gehört in die Bundesliga.“ Philipp Tschauner, seinem Nachfolger im Tor der Niedersachsen, hat der 27-Jährige ebenfalls gratuliert: „Ich habe ihm zur Nummer 1 gratuliert. Für Tschauni ist das eine tolle Sache. Ich freue mich für ihn, dass er spielt.“

Über Tobias-Felix Krause