Borussia Dortmund

Zorc kündigt Neuanfang an: Verlässt ein Drittel der Spieler den BVB?

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Welches Gesicht erhält Borussia Dortmund in der Saison 2018/19? Obwohl das Team in die Champions League eingezogen ist, soll kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Sportdirektor Michael Zorc kündigt im Reviersport einen Neuanfang an und ruft die Stunde Null aus.

Hinter den Kulissen hat die Borussia bereits erste Weichen gestellt: Matthias wird externer Berater, Ex-Profi Sebastian Kehl übernimmt als Leiter der Lizenzspiel-Abteilung und Lucien Favre soll zeitnah als neuer Trainer präsentiert werden. Sie alle sollen dabei mitwirken, dem BVB wieder ein attraktiveres Gesicht zu verpassen. Die vergangenen Monate haben nicht nur bei Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Zorc Spuren hinterlassen. Das gesamte Umfeld – es wirkte teilweise wie gelähmt, beinahe resignierend.

Werte sollen wieder im Mittelpunkt stehen

Die Transferstreitereien rund um Ousmane Dembele im Sommer und Pierre-Emerick Aubameyang im Winter haben die lange Zeit heile Welt arg ins Wanken geraten lassen. „Wir werden das Augenmerk wieder verstärkt auf Werte wie Disziplin, Teamgedanken, Gemeinschaftsgefühl legen. Das war aufgrund der Vorfälle in dieser Saison nicht immer so einfach. Gewisse Werte muss man vorgeben und auch auf deren Einhaltung achten“, kündigte Zorc an. Er verteidigte dabei noch einmal die millionenschwere Transfers von Aubameyang und Dembele, die ihre Abgänge erzwungen haben: „Natürlich hatten auch wir in beiden Fällen den Reflex, den jeder gehabt hat: ‚Dem zeigen wir es jetzt!‘ Aber so einfach wie in der Theorie ist das bei einem börsennotierten Unternehmen nicht. Ich glaube, dass wir die Vorfälle letztlich bestmöglich im Sinne des Vereins gelöst haben. Aber es wirkt trotzdem in die Kabine hinein, wenn ein Spieler seinen Wechsel schon bei den Kollegen ankündigt.“

Spielerverkäufe geplant

In einer alles in allem enttäuschend verlaufenden Spielzeit haben sich Spieler diesmal aber nicht wie erhofft entwickelt. Mit Jadon Sancho oder Christian Pulisic gab nur wenige Lichtblicke, viele Akteure blieben weit unter ihren Möglichkeiten. „Auch auf Spielerseite wird es den einen oder anderen Wechsel geben“, sagte Zorc bereits. Der Umbruch könnte gewaltig ausfallen:  Sokratis, den es offenbar zu Arsenal zieht, Linksverteidiger Raphael Guerreiro, die Mittelfeldspieler Gonzalo Castro und Nuri Sahin sowie Weltmeister André Schürrle könnten in der kommenden Saison möglicherweise für andere Klubs spielen.

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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