Statistikfreak

Ausgerechnet Trochowski!

am

München – Die Bundesliga hat den Winterschlaf scheinbar gut überstanden und ist in vielerlei Hinsicht äußerst spannend. Am 4. Rückrunden-Spieltag stehen spannende Partien auf dem Programm, die durch alte Bekanntschaften nochmals mehr an Brisanz gewinnen. fussball.news zeigt die jeweiligen Treffen ehemaliger Teamkameraden.

Ausgerechnet!

Es ist ein beliebter Ausspruch von Kommentatoren und Fans: Wenn ein Spieler gegen seinen Ex-Klub trifft, dann heißt es: „Ausgerechnet…trifft!“ Hier nun die Übersicht, welche Spieler am Wochenende „ausgerechnet“ gegen ihre alte Liebe treffen könnten.

FC Augsburg – FC Bayern München

Im Derby zwischen den Schwaben aus Augsburg und dem deutschen Rekordmeister Bayern München gibt es auf Seiten des FCA viele Akteure, die bereits in den vergangenen Jahren bei den Roten aktiv waren.

Als erstes ist hier vor allem Trainer Markus Weinzierl zu nennen, der zwischen 1995 und 1999 beim FCB als Spieler aktiv war und dort in vier Jahren auf 113 Regionalligaspiele kam (elf Tore). Nach seiner Zeit in München verschlug es den aktuellen Augsburg-Coach zu den Stuttgarter Kickers und der SpVgg Unterhaching, ehe er im Jahr 2005 bei Jahn Regensburg seine Spielerkarriere beendete.

Auch einige seiner jetzigen Schützlinge kennen sich bei den Bayern aus. Markus Feulner und Piotr Trochowski kamen dabei sogar im Profikader zum Einsatz. Feulner, der zuerst von 1997 bis 2001 in der Jugendabteilung des Rekordmeisters ausgebildet wurde, erhielt im Anschluss einen Profivertrag und blieb danach bis 2004 beim aktuellen Tabellenführer der Bundesliga. Dabei kam er auf 13 Bundesliga- und vier Champions-League-Einsätze. Sein Teamkollege Piotr Trochowski gehörte erst von 1999 bis 2001 der Talentschmiede der Münchener an, spielte dann für zwei Jahre für die Reservemannschaft, um dann für eineinhalb Spielzeiten bei den Profis Bundesligaluft zu schnappen. Am Ende standen für den ehemaligen Nationalspieler 13 Spiele im Oberhaus, in denen ihm ein Tor gelang.

Auch Augsburgs jungen Wilden Philipp Max, Tim Rieder und Arif Ekin kennen sich in München aus. Bevor Max 2010 zum FC Schalke wechselte, war er für drei Jahre in der Bayern-Jugend aktiv. Über die Station Karlsruhe landete er schlussendlich 2015 beim FCA. Seit 2010 kickt nun Tim Rieder bei den Augsburgern, doch eine noch längere Zeit seiner bisherigen Karriere verbrachte er beim FC Bayern, denn bei diesem spielte er von 2000 bis 2010 in der Jugendabteilung. Arif Ekin ist ebenfalls ein Eigengewächs der Oberbayern, er gehörte bis 2007 deren Talentschmiede an, doch ab diesem Zeitpunkt versuchte er sein Glück bei den Fuggerstädtern, wo er bis heute noch spielt.

Hamburger SV – Borussia Mönchengladbach

Für Hamburgs Winter-Neuzugang Josip Drmic kommt es zum schnellen Wiedersehen mit dem alten Verein. Bis zum Ende dieser Saison spielt der Schweizer bei den Hanseaten, um dann am Ende der Spielzeit wieder zu den Fohlen zurückzukehren. Erst im vergangenen Sommer wechselte der Angreifer aus Leverkusen nach Mönchengladbach, konnte dort aber die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. So gelang ihm in 13 Bundesliga-Partien für die Borussia lediglich 1 Tor.

Lewis Holtby wurde bei den Gladbachern zwischen 2001 und 2004 ausgebildet. Nach diesen drei Jahren schloss er sich aber der Jugend von Alemannia Aachen an, wo er auch den Einstieg ins Profigeschäft schaffte. Über mehrere Stationen landete der ehemalige deutsche Nationalspieler dann 2014 beim Hamburger SV.

Gladbachs Neuzugang Andre Hahn spielte von 2008 bis 2010 beim Hamburger SV in der Jugend bzw. den Amateuren. Doch die Hanseaten trauten dem schnellen Außenspieler nicht den Durchbruch in der Bundesliga zu. Über die Stationen Oberneuland und Koblenz wechselte Hahn im Januar 2013 nach Augsburg und entwickelte sich dort nicht nur zu einem gestandenen Spieler im Oberhaus, sondern auch zum Nationalspieler. Im Sommer 2014 folgte dann der Wechsel zum Königsklassen-Teilnehmer Mönchengladbach. Gegen seinen ehemaligen Verein wird Hahn jedoch fehlen, da er nach einer schweren Schienbeinverletzung sich immer noch im Aufbautraining befindet.

VfL Wolfsburg – FC Ingolstadt 04

Wölfe-Spieler Christian Träsch spielte zwar nie für den FC Ingolstadt, jedoch ist der ehemalige Nationalspieler gebürtiger Ingolstädter und war für andere ortsansässige Vereine aktiv. Für sieben Jahre beim TV 1861 Ingolstadt und viereinhalb Jahr beim MTV. Im Anschluss folgten die Stationen 1860 München, VfB Stuttgart und seit 2011 der VfL Wolfsburg.

 1.FSV Mainz 05 – FC Schalke 04

Gleich vier Mainzer haben eine königsblaue Vergangenheit: Christian Clemens wechselte erst im vergangenen Sommer aus Gelsenkirchen nach Mainz. 2013 verließ der Außenspieler den 1. FC Köln und schloss sich dem FC Schalke an. Im Januar des vergangenen Jahres wurde der gebürtige Kölner per Leihe an die Mainzer transferiert, wo er nun bis zum Ende der aktuellen Spielzeit bleibt. Während seiner Zeit bei den „Knappen“ kam Clemens lediglich auf 19 Bundesligaspiele und blieb dabei ohne Tor.

Danny Latza spielte dagegen deutlich länger bei S04, denn ab 2004 schloss er sich der Jugend der Schalker an, wo er im Anschluss sieben Jahre aktiv war und in dieser Zeit auch für die zweite Mannschaft auf dem Platz stand. Über die weiteren Stationen Darmstadt und Bochum landete der heute 26-Jährige zu Beginn dieser Saison in Mainz.

Vier Jahre hielt es Christoph Moritz in Gelsenkirchen. Von der Jugend Alemannia Aachens gekommen, kickte der Mittelfeldspieler bis 2013 im Blauen Trikot und kam dabei 54 Bundesliga-Einsätze (ein Tor). 2013 folgte dann der Wechsel zum FSV.

Ein kurzes Gastspiel hatte Niko Bungert im Ruhrpott, denn nach einem Jahr in der Talentschmiede der Blau-Weißen und einer weiteren Saison bei den Profis kam es für den Verteidiger 2006 zum Wechsel zu den Kickers aus Offenbach. Nach der einjährigen Leihe, wurde Bungert fest verpflichtet, um sich 2008 dann den Mainzern anzuschließen.

Auf der anderen Seite kommt es für Johannes Geis zum großen Wiedersehen mit seiner alten Liebe. Der Schalker Mittelfeldressigeur entwickelte sich nämlich beim FSV Mainz zwischen 2013 und 2015 zum gestandenen Bundesligaspieler. So kam er in diesen zwei Jahren auf 67 Bundesligapartien, in denen er fünf Tore erzielen konnte. Dies machte den FC Schalke auf den ehemaligen Juniorennationalspieler aufmerksam, sodass im letzten Sommer der Wechsel nach Gelsenkirchen folgte.

Den Mainzern ebenfalls viel zu verdanken hat Schalkes Abräumer Roman Neustädter, denn der 27-Jährige entstammt der Jugend des FSV. 1995 bis 2006 war er dort aktiv, ehe Neustädter in die Reservemannschaft der „05er“ aufrückte. Nur zwei Jahre später folgte dann die Beförderung in den Profikader. Dort sammelte er dann erste Profi-Erfahrung und sammelte 16 Zweitligaeinsätze für Mainz. 2009 verließ Neustädter aber den FSV in Richtung Mönchengladbach und weitere drei Jahre später ging es weiter zum FC Schalke.

Auch Eric-Maxim Choupo-Moting dürfte sich noch bestens auf dem Mainzer Trainingsgelände auskennen. Vom Hamburger SV zog es den Stürmer 2011 zum FSV, wo er im Anschluss drei Jahre unter Vertrag stand. Während dieser Zeit entwickelte er sich zu einem äußerst starken Angreifer entwickelte und in 74 Bundesligaspielen 20 Treffer markierte. 2014 folgte dann der Transfer zu den Königsblauen.

VfB Stuttgart – Hertha BSC Berlin

Stuttgarts Jerome Kiesewetter ist ein waschechter Berliner, denn er wurde nicht nur in der Hauptstadt geboren, sondern auch bei der Hertha ausgebildet. Ab 2007 gehörte er für vier Jahre der Jugendabteilung der „Alten Dame“ und war im Anschluss für ein Jahr im Kader der Reservemannschaft der Berliner. Danach wurde Kiesewetter an die zweite Garde des VfB Stuttgart verkauft, um danach noch einmal für ein halbes Jahr nach Berlin verliehen zu werden. Seit Juli 2014 ist er nun wieder zurück im Schwabenland.

Zweieinhalb Jahre spielte Berlins Stürmer Vedad Ibisevic beim VfB Stuttgart. Von Erfolg war diese Zeit meist aber nicht gekrönt. Im Januar 2012 als großer Hoffnungsträger aus Hoffenheim gekommen, schaffte es der Bosnier aber dennoch in 86 Bundesligapartien 33-mal einzunetzen. Zur aktuellen Spielzeit wurde Ibisevic nun an den Hauptstadtklub verliehen.

SV Werder Bremen – TSG 1899 Hoffenheim

Jannik Vestergaard ist ein ehemaliger Hoffenheimer. 2010 verließ er Bröndby IF und seine dänische Heimat, um sich der Reserve von 1899 anzuschließen. Dort schaffte er 2011 den Sprung in die Profimannschaft und machte dort bis 2015 auch seine ersten Bundesligaspiele. Bis zu seinem Wechsel im letzten Sommer zu Werder kam der Verteidiger auf 71 Einsätze im Oberhaus, in denen ihm vier Tore gelangen.

1.FC Köln – Eintracht Frankfurt

Matthias Lehmann und Thomas Kessler waren beide für je ein Jahr für den kommenden Gegner aus Hessen aktiv, beide sogar in derselben Spielzeit. 2011/12 zog es Lehmann vom FC St. Pauli und Kessler per Leihe von Köln nach Frankfurt. Seit 2012/13 sind beide nun zusammen beim FC aktiv. Lehmann kam dabei auf 26 Zweitligaeinsätze für die Adler, bei Kessler waren es deren vier.

[dppv_emotions]

Über Sebastian Voichtleitner

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.