Statistikfreak

Ausgerechnet Kampl!

am

München – Die Bundesliga bietet am kommenden Wochenende wieder einige brisante Spielte. Am 22. Spieltag gibt es einige Partien, die durch alte Bekanntschaften nochmals mehr an Brisanz gewinnen. fussball.news zeigt die jeweils wichtigsten Treffen ehemaliger Teamkameraden.

Ausgerechnet!

Es ist ein beliebter Ausspruch von Kommentatoren und Fans: Wenn ein Spieler gegen seinen Ex-Klub trifft, dann heißt es: „Ausgerechnet…trifft!“ Hier nun die Übersicht, welche Spieler am Wochenende „ausgerechnet“ gegen ihre alte Liebe treffen könnten.

FC Bayern München – SV Darmstadt 98

Am Wochenende treffen mit Sandro Wagner und Michael Stegmayer gleich zwei Darmstädter auf ihren Ex-Verein. Wagner spielte ab 1995 in der Jugend des FC Bayern und schaffte über die Reservemannschaft der Münchener 2007 den Sprung in den Profikader, wo er auch sein Bundesliga-Debüt gab. Jedoch kam er beim Rekordmeister zu insgesamt nur vier Bundesliga-Einsätzen (kein Tor). 2008 schloss er sich dann dem MSV Duisburg an, ehe er nach mehreren Zwischenstationen in Deutschland im vergangenen Sommer in Darmstadt landete.

Seinem Teamkollegen Michael Stegmayer blieb dagegen der Sprung zu den Profis verwehrt. Jedoch war auch er von 2001 bis 2006 Teil des FC Bayern, wo er jedoch ausschließlich für die U19 und die Amateure zum Einsatz kam.

TSG 1899 Hoffenheim – 1. FSV Mainz 05

Ein besonderes Wiedersehen gibt es ins Sinsheim, denn 1899-Coach Julian Nagelsmann und der Mainzer Julian Baumgartlinger sind nicht nur Namensvetter, sondern auch ehemalige Teamkollegen. Zwischen 2003 und 2007 liefen sie nämlich immer wieder gemeinsam für die Talentschmiede des aktuellen Zweitligisten TSV 1860 München auf.

Auch Eugen Polanski verbindet einige Erinnerungen an den kommenden Gegner. Der Hoffenheimer hat nämlich eine Mainzer Vergangenheit. Vor seinem Wechsel zu der TSG im Januar 2013 war der Deutsch-Pole nämlich für den FSV spielberechtigt. So kam er in vier Jahren am Niederrhein auf insgesamt 87 Einsätze im Oberhaus, in denen ihm vier Tore gelangen.

Bayer 04 Leverkusen – Borussia Dortmund

Kevin Kampl dürfte am kommenden Spieltag besonders motiviert in die Partie gehen, denn es geht gegen den Ex-Verein des Leverkuseners. Im Januar des vergangenen Jahres sicherte sich der BVB für zwölf Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) die Dienste des damaligen Salzburgers. Doch im nächsten halben Jahr konnte sich der Slowene nicht wie erhofft bei den Borussen durchsetzen, sodass er diese nach der Rückrunde und 14 Bundesliga-Spielen in Richtung Leverkusen verließ.

Auf der Gegenseite trifft Dortmunds Mittelfeldspieler Gonzalo Castro auf seine alte Liebe. Der ehemalige deutsche Nationalspieler ist nämlich ein echter Leverkusener, denn von 1999 bis 2015 lief Castro für die Junioren und die Profis der Werkself auf. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er für Bayer 286 Bundesligapartien bestritt und somit zu einer lebenden Legende bei Leverkusen geworden ist.

Ein besonderes Bruderduell hätte es am Wochenende auch geben können, doch das Aufeinandertreffen der beiden Bender-Zwillinge muss verschoben werden. Da sich sowohl Bayers Lars sowie Dortmunds Sven derzeit im Aufbautraining befinden und noch keine Option für die jeweiligen Kader sind, gibt es kein Bender-Duell. Bis zum Jahre 2009 spielten die beiden Brüder zusammen beim TSV 1860 München, ehe sich 2009 die Wege der beiden trennten.

Eintracht Frankfurt – Hamburger SV

Armin Veh ist für jeden HSV-Fan ein Begriff, denn der aktuelle Eintracht-Coach stand in der Vergangenheit auch für die Hanseaten an der Seitenlinie. Seine Zeit in Hamburg verlief jedoch nicht wie erwünscht, denn seine Amtszeit dauerte nur etwas länger als eine halbe Spielzeit (Juli 2010 – März 2011). Nach je elf Siegen und Niederlagen sowie vier Unentschieden wurde der gebürtige Augsburger entlassen.

Auch seine aktuellen Schützlinge Alexander Meier und Änis Ben-Hatira spielten bereits für den Hamburger SV. Im Januar 2006 schloss sich Ben-Hatira der zweiten Mannschaft des HSV an, um nur ein halbes Jahr später zu den Profis aufzurücken. In den nächsten Monaten und Jahren war die Karriere des offensiven Mittelfeldspielers von Leihen geprägt, ehe zur Saison 2011/12 der Wechel zur Hertha folgte. Zur Rückrunde der aktuellen Spielzeit ging es für Ben-Hatira weiter nach Frankfurt.

Eintrachts Torjäger Alexander Meier spielte derweil erst für die U17 und U19 der Rothosen. Nach zwei Jahren bei Hamburgs Erzrivalen St. Pauli ging es für den Angreifer 2003 zurück zum HSV. Doch nach nur einem Jahr wurde er weiter zur Eintracht aus Frankfurt verliehen, die in zwei Spielzeiten später fest verpflichteten. In Hamburg blieb Meier der Durchbruch verwehrt, denn er kam auf nur insgesamt vier Bundesliga-Spiele.

FC Schalke 04 – VfB Stuttgart

Auf dem Platz werden sie sich wahrscheinlich nicht begegnen. Doch Stuttgarts Lukas Rupp und Schalkes Ersatztorhüter Alexander Nübel kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten beim SC Paderborn. Nübel durchlief ab 2005 sämtliche Jugendmannschaften der Ostwestfalen, bis er im vergangenen Sommer nach Gelsenkirchen wechselte. In seinem letzten Jahr bei Paderborn stand er zusammen mit dem heutigen Schwaben Rupp im Kader des ehemaligen Bundesligisten. Rupp schloss sich ebenfalls dann nach der Saison einer anderen Mannschaft an, nämlich dem VfB Stuttgart.

Hertha BSC Berlin – VfL Wolfsburg

Gleich zwei aktuelle Berliner schnürten die Fußballschuhe in der Vergangenheit bereits für den VfL Wolfsburg. Der Slowake Peter Pekarik wagte im Januar 2009 den Sprung in die deutsche Bundesliga und spielte dann bis zum Sommer 2011für die Wölfe. Nach einer zwischenzeitlichen Leihe heuerte er dann ein Jahr später in Berlin an. Für die Niedersachsen stand der Außenverteidiger 55 Bundesligaspielen auf dem Platz (kein Tor). Sein Teamkamerad Tolga Cigerci ist dagegen ein waschechtes Wolfsburger Eigengewächs. Von 2005 bis 2010 kickte er in der Jugendabteilung der „Wölfe“, ehe er den Sprung in den Profikader schaffte. Nach Leihgeschäften mit Mönchengladbach und der Hertha, wurde der Deutsch-Türke von letzterer zur Saison 2014/15 fest verpflichtet. Während seiner Zeit beim Werksklub kam Cigerci auf sechs Einsätze im Oberhaus.

Wölfe-Trainer Dieter Hecking dagegen trifft mit Vedad Ibisevic auf einen alten Bekannten aus Aachener Zeiten, auch wenn dies nur von kurzer Dauer war. Der heutige Berliner Torjäger schloss sich im Sommer 2006 der Alemannia an – dortiger Trainer war zum damaligen Zeitpunkt der heutige VfL-Coach Dieter Hecking. Jedoch verließ der Übungsleiter Aachen Anfang September des Jahres, da er sich dem Bundesligisten aus Hannover anschloss.

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln

Mehrere ehemalige Teamkameraden treffen am Wochenende in Gladbach aufeinander. Als erstes können hier Kölns Angreifer Anthony Modeste und der Außenspieler der Fohlen, Fabian Johnson, genannt werden. Beide spielten in der Saison 2013/14 im Kraichgau zusammen.

Mit Gladbachs Ersatzkeeper Tobias Sippel, Kölns Abwehrhühnen Dominique Heintz sowie dessen Teamkollegen Simon Zoller gibt es auf dem Platz womöglich ein ehemaliges Kaiserslautern-Trio. Sippel spielte von 1998 bis 2015 ausschließlich für die Roten Teufel, Simon Zoller war in diesem Zeitraum von 2013 bis 2014 sowie vom Januar 2015 bis zum Ende dieser Spielzeit am Betzenberg aktiv. Heintz war von 2008 an bis zu Beginn dieser Saison ein Kaiserslauterer.

Außerdem sind Matthias Lehmann und Gladbachs Routenier Marin Stranzl alte Weggefährten, denn beiden agierten in der Spielzeit 2003/04 zusammen beim Münchener Traditionsklub TSV 1860.

Gleiches gilt für den Gladbacher Sommer-Neuzugang Lars Stindl, der Kölns Leonardo Bittencourt noch bestens aus gemeinsamen Hannoveraner Zeiten kennt. Beide sorgten von 2013 bis zum Beginn der aktuellen Spielzeit in Niedersachsen gemeinsam für Furore.

Über Sebastian Voichtleitner

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.