Basler hat Angst um Werder

München – Mario Basler war einer der besten Spieler des SV Werder Bremen Anfang der 90er Jahre. In 92 Bundesliga-Partien schoss der gefürchtete Rechtsfuß 36 Tore. In einem Interview mit der Sport-Bild äußerte er sich nun zur prekären Lage seines abstiegsbedrohten Ex-Vereins.

Mario Basler bei seiner letzten Station als aktiver Fußballer in Katar. Foto: KARIM JAAFAR / AFP / Getty Images)
Mario Basler bei seiner letzten Station als aktiver Fußballer in Katar. Foto: KARIM JAAFAR / AFP / Getty Images

Basler bedauert Schaaf-Entlassung

Mit der Vereinsführung geht Basler dabei hart ins Gericht. „Ich bin der Meinung, dass Werder 2013 den größten Fehler gemacht hat: Die Trennung von Thomas Schaaf. Er stand für Kontinuität, er passte zu Werder wie die Faust aufs Auge“, so der ehemalige Nationalspieler. Sollte Skripnik entlassen werden, könne sich Basler sogar eine Rückkehr von Schaaf vorstellen.

Kritik an der Finanzpolitik

Dazu kann der 46-Jährige die Finanzpolitik der Bremer nicht verstehen. „Man hat in den vergangenen Jahren aufs falsche Pferd gesetzt. Werder hat zu viel Geld in die Infrastruktur gesteckt“, moniert er. Stattdessen hätte lieber mehr in die Mannschaft investiert werden sollen. „Es wurden immer die besten Spieler verkauft. Statt das Niveau der Mannschaft zu erhöhen, wurde es von Jahr zu Jahr geschwächt“, kritisiert der ehemalige Standard-Spezialist.

Direkter Wiederaufstieg kein Selbstläufer

Derzeit steckt der SVW als Tabellen-15. mal wieder tief im Abstiegskampf. „Es ist kurz vor zwölf. Denn einen Abstieg würde Bremen nicht ohne Weiteres verkraften“, mahnt Basler und denkt dabei besonders an einen anderen Ex-Verein. Der 1. FC Kaiserslautern dümpelt seit Jahren in der 2. Bundesliga herum. „Der direkte Wiederaufstieg wäre alles andere als ein Selbstläufer“, stellt der ehemalige Werderaner fest.

Neue Spieler müssen her

Den derzeitigen Trainer Viktor Skripnik nimmt Basler weitestgehend in Schutz. „Er macht einen guten Job. Allerdings hätte sich Skripnik nach der Kader-Zusammenstellung auf die Hinterbeine stellen und sagen müssen: So geht das nicht!“, meint Basler. Um das sinkende Schiff noch zu retten, fordert er eine schnelle Reaktion: „Der Verein muss in der Winterpause Geld in die Mannschaft investieren, auch wenn der Klub dadurch ein finanzielles Risiko eingeht. Denn ein Abstieg wäre deutlich teurer“, so Basler.

fussball.news ist Partner von Mein Sportradio

Diskutiere mit