Bayern trotzt Trainingslager-Kritik

München – Karl-Heinz Rummenige hat sich in der Sport-Bild ausführlich zu den Gründen geäußert, warum sein FC Bayern auch in der kommenden Winterpause zum Trainingslager nach Katar fliegen wird. Dafür hatte der Deutsche Rekordmeister vor knapp einem Jahr viel Kritik einstecken müssen.

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Franck Ribery und der FC Bayern waren bereits in den vergangenen Jahren in Katar zu Gast. Foto: Karim Jaaafar / AFP / Getty Images

„Sprechen mit ihnen, nicht über sie“

Leicht haben sich die Bayern die Entscheidung nicht gemacht. Doch nach intensiven Überlegungen sind die Verantwortlichen in Rücksprache mit den Kapitänen Philipp Lahm und Manuel Neuer dazu gekommen, den wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehenden Wüstenstaat auch diesmal zu besuchen.

„Wir kommen als Sportler ja immer mit der Botschaft von Integration und freier Lebensgestaltung. Aber sie werden uns nur zuhören auf der Grundlage von Vertrauen und Respekt. Deshalb sprechen wir mit ihnen und nicht über sie“, sagt der Vorstandsvorsitzende Rummenigge.

Gründung einer eigenen Abteilung

Zu hoch aufhängen will er den Ausflug des FC Bayern aber auch nicht. „Ein Trainingslager ist keine politische Äußerung. Niemand sollte Dinge vermischen, die nicht zusammengehören“, fordert der 60-Jährige.

Die kritischen Stimmen aus der Vergangenheit hatten die Münchener aber ernst genommen und deshalb eigens eine eigene Abteilung „Public Affairs“ geschaffen. Am 6. Januar werden die Bayern Richtung Katar aufbrechen.

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