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Blatter hatte Angst und lästert über Platini

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München- Für acht Jahre hat die Fifa-Ehtikkommission den ehemaligen Präsidenten Joseoph Blatter Ende 2015 gesperrt. Am Freitag soll bei einem außerordentlichen Kongress in Zürich sein Nachfolger bestimmt werden. In einem Interview mit der französischen L`Equipe sprach sich Blatter frei von Schuld an den Vorgängen in der Fifa und berichetete von „physischer Angst“ bei den Ermittlungen gegen ihn und den Verband.

Blatter: „Bin nicht der große Sünder“

„Ich denke nicht, dass ich ein großer Sünder bin“, betonte der Schweizer Joseh Blatter angesichts des Fifa-Korruptionsskandals. Bei den Ermittlungen gegen ihn und die Fifa habe er „physische Angst“ gehabt. Er sei zurückgetreten, um die Fifa zu retten.

Amerikaner wollten WM 2022

Ohnehin hätten die Amerikaner die Ermittlungen nur in Gang gesetzt, weil Sie die WM 2022 nicht erhalten hätten, so die Behauptung Blatters: „Wenn es wie vorgesehen für die WM 2022 eine Mehrheit für die USA gegeben hätte, hätten die USA nie und nimmer ihre Untersuchungen eingeleitet.“ Blatter selbst habe ebenfalls eine Weltmeisterschaft in den USA befürwortet. Auf Veranlassung des amerikanischen FBI hatte die Schweizer Polizei im Mai 2015 sieben hochrangige Fifa-Funktionäre verhaftet. Dies sei der schlimmste Tag in seiner 17-jährigen Amtszeit gewesen, so Blatter.

Attacke gegen Platini

Zudem trat Blatter gegen seinen einstigen Freund und Weggefährten Michel Platini nach. Beide sind von ihren Ämtern gesperrt: Joseph Blatter als Fifa-Präsident, Michel Platini als Chef der UEFA. Platini soll zuvor maßgeblich an Blatters Stuhl gesägt haben. Nun kam die Retourkutsche. Blatter lästerte: „Platini war als Fußballspieler besser, als nun als Politiker. Den politischen Kampf kann man lernen, aber er verhält sich immer noch wie ein verwöhntes, kleines Kind.“ Blatter legte nach: „Er wollte mein Nachfolger werden als Fifa-Chef. Nun ist für ihn die Tür dahin geschlossen.“

Über David Reininghaus

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