International

Blatter: „Ich kämpfe für mein Recht“

am

München – Ende dieser Woche wird es ernst für die suspendierten Präsidenten der FIFA und UEFA. Sepp Blatter und Michel Platini stehen vor der FIFA-Ethikkommission vor Gericht. Wenige Tage vor Beginn des Prozesses gibt es Wirbel um Äußerungen von Andreas Bantel, Sprecher der Untersuchungskammer der Fifa-Ethikkommission.

Bantel prophezeit Strafen

„Platini wird sicher für mehrere Jahre suspendiert werden“, zitierte die franzöische Zeitung L’equipe Bantel. Über Blatter sagte der Schweizer offenbar: „Was Blatter betrifft, besteht kein Unterschied zwischen mehrjähriger und lebenslänglicher Sperre.“ Bantel verteidigte sich nun und verwies darauf, dass er der Zeitung kein Interview gegeben habe und die Aussagen in einem unautorisierten „off-the-record“-Gespräch gefallen seien.

Angeklagten sauer über „Vorverurteilungen“

Die Angeklagten Blatter und Platini zeigen sich empört über die Aussagen. Platinis Anwalt bezeichnete die Äußerungen als „schreckliche Verletzung der Unschuldsvermutung“. FIFA-Präsident Blatter war im Gespräch mit dem BLICK ebenfalls entrüstet: „Die Art, wie die Untersuchungskammer der Ethikkommission über das laufende Verfahren kommuniziert, die Höchststrafe fordert und die öffentliche Vorverurteilung verstärkt, weist eine tendenziöse Dimension auf.“ Der Schweizer gab sich kämpferisch: „Ich werde für mein Recht weiterkämpfen. Ich bin zwar suspendiert, aber nicht isoliert und schon gar nicht stumm.“ Sogar eine Aussetzung des Verfahrens wird offenbar in Erwägung gezogen.

Richter unvoreingenommen

FIFA-Richter Hans-Joachim Eckert hat sowohl Platini als auch Blatter angeklagt. Marc Tenbücken, der Sprecher des deutschen Richters, lassen die Äußerungen kalt: „Richter Eckert als unabhängige Instanz ist völlig unvoreingenommen, er geht wie stets mit neutralem Blick an die Sache ran.“

Über Maximilian Riepenhof

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.