Blum will kein „Fehleinkauf“ sein

München – Danny Blum erlebt bei Eintracht Frankfurt bislang eine unglückliche Saison, verletzte sich bereits zweimal im Innenband. Nun ist der Flügelspieler zurück im Training. Im Interview mit der Bild sprach er über seine Verletzung und seine Ambitionen für die Rückrunde.

Danny Blum will sich für einen neuen Vertrag in Frankfurt empfehlen. Foto: Jan Huebner – Pool/Getty Images

Falscher Ehrgeiz als Verletzungsgrund

Die vier Wochen zwischen Anfang Oktober und Anfang November des vergangenen Jahres dürfte Danny Blum noch in schlechter Erinnerung haben. Innerhalb eines Monats setzten den 26-Jährigen erst ein Innenband-Anriss und dann ein Innenband-Abriss außer Gefecht. Für den Neuzugang aus Nürnberg ist die zweite Verletzung rückblickend auf zu hohen Ehrgeiz zurückzuführen. „Ich hätte etwas langsamer machen müssen. Der Einsatz war vielleicht überhastet, weil ich sehr ungeduldig bin. Aber auch, weil ich einfach Riesen-Bock drauf habe, mit Eintracht was zu erreichen. Doch es war eine Lehre für mich“, erklärte er gegenüber der Bild.

Chance in der Bundesliga nutzen

Ungeduld und Eifer, zwei Worte, die Danny Blum früher sicher nicht gewählt hätte, um sich zu charakterisieren, vielmehr sei er früher eher beratungsresistent gewesen, wenn er dazu aufgefordert wurde, sein Talent nicht zu „verschleudern“, wie er zu zugab: „‚Ach, komm’, erzähl Du mal. Ich weiß schon, wie ich es machen muss’, charakterisierte Blum seine Reaktion, als er in Sandhausen von Mitspielern Tipps für seine Karriere erhalten habe. Rückblickend sei auch deswegen viel Zeit bis zu seinem Bundesligadebüt vergangen: „Hätte ich da auf einen erfahrenen Spieler gehört, wäre ich vielleicht schon viel länger in der Bundesliga.“ Verlorene Zeit, die er nun wieder aufholen will, „die Chance“, die er jetzt habe, wolle er „unbedingt nutzen“, so der Mittelfeldmann mit Vertrag bis Sommer 2017, um zu zeigen, dass er es „doch verdient habe, in der Ersten Liga zu spielen“.

Dankbarkeit gegenüber dem Verein

Um dieses Ziel zu erreichen, besitzt der zum Islam konvertierte Blum ein Erfolgsrezept, dass er aus Nürnberg mitgebracht hat: „Erst als ich nach Nürnberg kam (2014/ Anmerk d. Red.), habe ich gemerkt, dass ich mehr tun muss, als nur mal eben ins Training zu gehen. Bewusster ernähren, Körper pflegen, Zusatzschichten – das sind die Opfer, die du bringen musst, um die Früchte zu ernten.“ So trainierte er auch den schwächeren rechten Fuß, um im Offensivspiel variabler zu werden. Für Danny Blum hätte sich seine Mühe und Arbeit in Frankfurt nach eigener Aussage dann bewährt, wenn „die Leute sagen können: ‚Er war kein Fehleinkauf.’“ Auch aufgrund seiner Verletzungen hat der 26-Jährige für den Rest der Saison einen großen Wunsch: „Es soll sich auszahlen, dass mich Eintracht aus der Zweiten Liga geholt hat. Denn dafür bin ich dem Verein sehr, sehr dankbar.“

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