Bundesliga

Boateng konnte Höwedes „nicht riechen“

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München-Nach seiner Suspendierung beim FC Schalke flüchtete Kevin-Prince Boateng zurück zum AC Mailand. Im Interview mit der Sport-Bild sprach er über seine Zeit bei den Königsblauen, sein Verhältnis zu Ex-Teamkollege Benedikt Höwedes und seinen Traum von einem Karriereende in Berlin.

Trotz Differenzen: Höwedes wünschte „Alles Gute“

Gerüchten, dass er Ex-Mitspieler Benedikt Höwedes in der Kabine tätlich angegriffen habe, widersprach der ehemalige Schalker Kevin-Prince Boateng vehement: „Das ist nie passiert. Aber es zeigt, wie viel Mist über mich erzählt wird.“ Zu seiner Beziehung zum deutschen Nationalspieler fand er dennoch klare Worte: „Richtig ist, dass wir uns von Anfang an nicht riechen konnten“. Sein Verhältnis zu Höwedes beschrieb er als professionell. „Aber auf dem Platz haben wir trotzdem zusammen immer Gas gegeben. Im Sinne des Erfolges“, versicherte Boateng. Höwedes sei auch der Erste gewesen, der ihm nach der Suspendierung eine SMS geschrieben und alles Gute gewünscht habe.

Führungsstil von Di Matteo hat nicht gepasst

Auch über sein Verhältnis zu Ex-Trainer Roberto Di Matteo äußerte er sich.“Es war komisch, wie es abgelaufen ist. Als er nach Schalke kam, sagte er mir, dass wir gemeinsam Erfolge feiern wollen, dass ich für ihn der wichtigste Spieler in der Mannschaft bin“, so der 28-Jährige über die Anfangszeit. Letztlich wurde die Entscheidung, Boateng zu suspendieren, auch durch Di Matteo mitgetragen. „Ich sage dazu nur so viel: Ich kann nicht erwarten, dass ein Trainer gegen den Verein und für einen Spieler ist“, erklärte Boateng. Er habe von Didier Drogba nur Gutes über den Schweizer gehört. Der Erfolg von Di Matteo auf Schalke war nur von kurzer Dauer. Der Grund aus seiner Sicht: „Es hat nur eine Woche angehalten, in der die Mannschaft richtig Gas gegeben hat, ihm gefolgt ist. Dann war es schon vorbei.“ Der Führungsstil habe nicht zur jungen Schalker Mannschaft gepasst, beklagte Boateng. Di Matteo sei nach außen „nicht hart genug gewesen“.

Boateng will Karriere bei Hertha beenden

Vorwürfen, er sei nicht fit, trat er entschieden entgegen: „Ich bin gegen Rom eingewechselt worden und habe ein super Spiel gemacht, ich bin gegen Florenz eingewechselt worden und schoss ein Tor. Ich trainiere jeden Tag gut, mir geht es gut.“ An eine Rückkehr in die Bundesliga glaubt er nicht mehr. Der Zug sei „abgefahren“. Boateng bedauerte: „Auch wenn es mein Traum war, meine Karriere bei Hertha BSC in Berlin zu beenden.“ Bei seinem Heimatklub bestritt er 2005 sein erstes Bundesligaspiel.

Über David Reininghaus

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