Bundesliga

Boateng vermisst Hoeneß

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München – Innenverteidiger Jerome Boateng hat im ausführlichen Interview mit der Süddeutschen Zeitung seine Sehnsucht ausgedrückt, bald wieder Uli Hoeneß in einer führenden Rolle beim FC Bayern zu sehen. Zudem erhob er für die Zukunft Anspruch auf das Kapitänsamt beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft und erklärte, warum FCB-Trainer Pep Guardiola für ihn große Bedeutung hat.

Führungsduo Rummenigge – Hoeneß

Jerome Boateng wünscht sich beim FC Bayern Uli Hoeneß als starke Führungspersönlichkeit zurück. „Klar wünsche ich mir Erfolg mit Bayern und der Nationalelf“, sagte Boateng zum Ausblick auf das neue Jahr, „aber außerdem wünsche ich mir, dass Uli Hoeneß wiederkommt. Er gehört einfach zum FC Bayern, und ich mag ihn sehr als Mensch. Man weiß, er ist immer für einen da, egal, was ist. Es wurde auch ohne ihn super gearbeitet, aber trotzdem: Einfach dieses Team wieder zu haben, Rummenigge und Hoeneß, das wünsche ich mir.“ Der ehemalige Präsident des FC Bayern sitzt wegen eines privaten Steuerdelikts noch eine Gefängnisstrafe ab. Hoeneß darf jedoch als Freigänger bereits am Tag für die Jugendabteilung des FC Bayern arbeiten.

Wunsch nach Kapitänsamt

Darüber hinaus erhob Boateng im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erneut den Anspruch, mal das Kapitänsamt der deutschen Nationalmannschaft und beim FC Bayern übernehmen zu wollen. „Wir haben tolle Kapitäne, ob beim FC Bayern oder beim DFB. Aber wenn es irgendwann mal ein Thema wird, dann bin ich offen dafür“, erklärte der 27-Jährige und führte aus: „Wer träumt das nicht, wenn er als Jugendlicher Fußball spielt und die deutsche Nationalmannschaft spielen sieht: dass er da einmal Kapitän ist? So ist das auch bei mir.“

Derzeit hält Ex-FC-Bayern-Teamkollege Bastian Schweinsteiger das Kapitänsamt beim DFB-Team inne. Zudem gelten auch Manuel Neuer, Mats Hummels und Thomas Müller als Nachfolge-Kandidaten.

Boateng ist Guardiola dankbar

Dass Boateng sich zu einem der besten Verteidiger der Welt entwickelt hat, macht er zu einem Teil auch am Coaching von FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola fest. „Als Guardiola nach München kam, hat er mir gleich ein paar Szenen vorgespielt und gesagt: Schau, diese Szene kann nicht sein als Abwehrspieler, diese Szene auch nicht“, berichtete der Weltmeister und sagte: „So eine Art Best of dumme Fouls“, sei das damals gewesen, verbunden mit klaren Ansagen: „Als Abwehrspieler darfst du nicht zu Boden gehen! Nicht wegstoßen lassen! Oben bleiben! Das hat mich schon beeindruckt: wie gut er vorbereitet war, als er hier ankam. Er wusste alles über mein Spiel.“

Insbesondere Boateng bedauert deshalb den Weggang von Guardiola im Sommer 2016. „Ich persönlich finde es schade“, sagte Boateng , „weil wir uns mit ihm etwas erarbeitet haben. Aber die Entscheidung wird jeder hier akzeptieren, und wir haben ja auch noch große gemeinsame Ziele.“

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Über Daniel Michel

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