Bruchhagens Nervenkostüm wackelt

München – So hatte sich Heribert Bruchhagen seine Abschiedstournee bei Eintracht Frankfurt nicht vorgestellt. Trotz des 2:1-Sieges gegen Bremen schweben die Hessen noch in großer Abstiegsgefahr.

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Schwere Zeiten für Frankfurts Manager Bruno Hübner und den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen (r.). Foto: PATRIK STOLLARZ / AFP / Getty Images

Verstärkungen dringend nötig

„Bis zum Saisonende kann sich das Szenario für acht, neun Klubs hinziehen. Alle Vereine, die hinter uns stehen, haben eine Qualität, die für uns gefährlich ist. Hoffenheim, Stuttgart, Bremen sind doch nicht schlechter“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bruchhagen der Bild. Deshalb wären Verstärkungen dringend nötig.

Interesse an Ayhan

Nach der Verpflichtung des Mexikaners Marco Fabian sind die Frankfurter offenbar an Schalke-Talent Kaan Ayhan interessiert. Der türkische U21-Nationalspieler kam unter dem neuen Trainer Andre Breitenreiter kaum zum Zug und könnte die instabile Eintracht-Defensive verstärken. Ayhan hat noch einen Vertrag bis 2017, doch die Hessen könnten den Innenverteidiger ausleihen und sich womöglich eine Kaufoption sichern. Außer der Eintracht sollen auch Stuttgart, der HSV und Augsburg im Rennen um eine Verpflichtung des Türken sein.

Rode keine Option

Nichts wird es dagegen mit der Verpflichtung von Sebastian Rode vom FC Bayern, der früher bei der Eintracht spielte. „Ich habe zweimal mit ihm gesprochen, mit Rummenigge. Doch in dieser Phase ist Eintracht keine Option für ihn“, bedauerte Bruchhagen. Ebenfalls nicht realisierbar sind anscheinend die Transfers von Jonas Hofmann (Borussia Dortmund) sowie dem Ex-Frankfurter Sebastian Jung (VfL Wolfsburg). Eine Verpflichtung des 23-jährigen Hofmann sei zu teuer, so Bruchhagen – und Jung (24) werde in Wolfsburg noch für die Rückrunde gebraucht.

Die derzeitige sportliche Situation zerrt an Bruchhagens Nervenkostüm. „Mit zunehmendem Alter wird man nervenschwächer. Das ist so“, bekannte er.

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