Chapecoense plant erstes Spiel nach Flugzeugabsturz, erstes Training am Freitag

Der brasilianische Erstligist AF Chapecoense will 54 Tage nach dem verheerenden Flugzeugabsturz wieder ein Fußballspiel bestreiten.

Für Chapecoense geht es langsam weiter (Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/)
Für Chapecoense geht es langsam weiter (Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/)

Der brasilianische Erstligist AF Chapecoense will 54 Tage nach dem verheerenden Flugzeugabsturz wieder ein Fußballspiel bestreiten. Der Klub, der durch die Tragödie am 28. November 2016 in Kolumbien 19 Spieler und 24 Vereinsmitglieder verloren hatte, soll am 21. Januar zu einem Freundschaftsspiel gegen den Ligarivalen Palmeiras antreten. Das erste Pflichtspiel wird Chapecoense am 26. Januar gegen Joinville bestreiten. 

Chapecoenses neuer Präsident David De Nes Filho spracht von einer Geste der „Solidarität und Größe unseres Schwesterklubs Palmeiras, der uns in dieser Zeit der Trauer und des Wiederaufbaus begleiten möchte.“ 

Am Freitag nahm der Erstligist das Training zur neuen Saison auf und machte damit einen weiteren Schritt Richtung Normalität. Unter den 30 anwesenden Spielern war auch Neto, einer der sechs Überlebenden des Flugzeug-Absturzes. Der Verteidiger motivierte noch auf Krücken gestützt die Gruppe mit einer Kabinenansprache. 

Am Freitag wurden insgesamt 16 neue Spieler präsentiert, von denen aber erst fünf Verträge unterzeichnet haben. Neben Neto waren nur noch drei weitere Spieler aus dem alten Kader anwesend. Gleich zehn Spieler aus der eigenen Jugendabteilung vervollständigen die Gruppe.

Neto hat bis zu seiner Rückkehr auf den Platz noch einen langen Weg vor sich. „Ich bin glücklich, am Leben zu sein, glücklich, hier zu sein und an diesem Moment des Neuaufbaus teilzuhaben. Der Klub unternimmt alles, um ein gutes Team zusammenzustellen“, erklärte der noch sichtlich geschwächte 31-Jährige.

Das Team war auf dem Weg zum Copa-Sudamericana-Finale gegen Atlético Medellin verunglückt. Die kolumbianische Luftfahrtbehörde Aerocivil machte einen Treibstoffmangel als Ursache aus.

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