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Conte sieht Serie A nur auf Platz vier

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München – Italiens Nationaltrainer Antonio Conte freut sich auf die Europameisterschaft. Trotz der aktuell so schwierigen Situation in der Serie A reist er ambitioniert mit der „Sqadra Azzurra“ nach Frankreich. Conte möchte sich vor dem Turnier allerdings noch Tipps bei alten Lehrmeistern abholen.

Serie A nur Platz vier in Europa

Nationalcoach Antonio Conte schaut sich Fußball derzeit am liebsten in der Premier League an. Dort werde, so der Ex-Juventus-Coach im Interview mit dem Fifa-Magazin, aktuell am attraktivsten gespielt. „Dann folgen die Ligen in Spanien und Deutschland. Die Serie A steht erst an vierter Stelle. Alles andere ist Augenwischerei“, sagte der 46-jährige deutlich. Conte kritisierte die Entwicklung in den letzten Jahren. Im Weltmeisterschaftsjahr 2006 stammten noch 66 Prozent aller Serie-A-Spieler aus Italien: „Heute sind es noch 34 Prozent. Die Klubbesitzer sind nicht mehr bereit, große Summen in die Vereine zu stecken. In der Serie A fehlt es an Geld.“

Rosige Zukunft für die Serie A

Conte sieht die Klubs der Serie A dennoch auf dem richtigen Weg. Die Jugendarbeit stehe wieder im Mittelpunkt, außerdem habe der Verband gute, ambitionierte Nachwuchsprojekte lanciert. Er vergleicht die Situation mit der in Deutschland im Jahr 2000. Damals lag die Nationalmannschaft am Boden und schied sang- und klanglos bei der EM in Belgien und den Niederlanden in der Vorrunde aus. Durch die Einführung neuer Leistungs- und Trainingszentren wurde der Turnaround geschafft. Conte traut der heimischen Serie A eine ähnliche Entwicklung zu.

Ambitioniert nach Frankreich

Obwohl es im Nationalteam an Weltklasse mangelt, reist Conte mit Ambitionen zur EM nach Frankreich. Ihm sei es egal, ob die Mannschaft zum Favoritenkreis gehöre oder nicht: „Entscheidend ist doch, dass wir uns seriös auf diese Europameisterschaft vorbereiten. Im besten Fall spielen wir sieben Partien. Es geht also darum, siebenmal das Maximum abzurufen. Vieles muss stimmen, um ein Turnier zu gewinnen.“ Der ehemalige 20fache Nationalspieler wird nicht unvorbereitet nach Frankreich fahren: „Ich werde vor der Europameisterschaft auf jeden Fall noch den einen oder anderen Ratschlag eines Trainers einholen.“ Schließlich habe er in seiner aktiven Karriere mit Marcello Lippi, Giovanni Trapattoni oder Arrigo Sacchi großartige Lehrmeister gehabt.

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