Dank Elfer-Glück: Eintracht hält Kurs Richtung Champions League

Mit Elfmeter-Glück im Rücken hat Eintracht Frankfurt Darmstadt 98 in Richtung 2. Liga geschossen und Kurs auf die Champions League gehalten.

Makoto Hasebe schießt die Eintracht auf die Siegerstraße (Photo by FIRO/FIRO/SID/)
Makoto Hasebe schießt die Eintracht auf die Siegerstraße (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Die Frankfurter setzten sich zum Abschluss des 19. Spieltags der Bundesliga mit 2:0 (0:0) im Derby gegen das Schlusslicht durch. Damit kletterte die Eintracht wieder auf den dritten Platz.

Der Japaner Makoto Hasebe erzielte per Strafstoß die Führung (74.). Ante Rebic sorgte mit seinem ersten Bundesligator (83.) für die Entscheidung zugunsten der Frankfurter (35 Punkte), die seit elf Heimspielen ungeschlagen sind. Ganz anders sieht es bei den Lilien (9) aus. Darmstadt hat zehn der zurückliegenden elf Punktspiele verloren, ist in der Fremde noch ohne jeden Punkt und liegt sieben Zähler hinter dem Relegationsplatz.

Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen war es vor dem Derby zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rund 100 Rowdies gekommen. Wie die Polizei dem SID mitteilte, trafen die Randalierer an der Bockenheimer Warte aufeinander. „Nach ersten Erkenntnissen erlitten vier Darmstädter Fans Verletzungen, zwei Personen wurden festgenommen“, sagte eine Sprecherin.

Rund um das Stadion war die Lage zunächst ruhig. Die Polizei hatte das Aufgebot an Beamten für das Risikospiel im Vergleich zu üblichen Spieltagen „deutlich erhöht“. In der Innenstadt war auch die Bundespolizei vor Ort.

Die rund 50.000 Zuschauer in der Arena sahen zu Beginn eine schwache Partie. Die Frankfurter, die ohne Marco Fabian auskommen mussten, offenbarten große Schwächen im Spielaufbau. Die Gäste konzentrierten sich als Reaktion auf die 1:6-Klatsche am vergangenen Spieltag gegen den 1. FC Köln zunächst auf die Defensive.

Erst in der 15. Minute sorgte der Ex-Frankfurter Jan Rosenthal nach einem Fehler von Eintracht-Torwart Lukas Hradecky mit einem Heber für einen Hauch von Gefahr. Viel mehr passierte nicht bis Mitte der ersten Hälfte, das Derby war ein echter Langweiler.

Auch nach einer halben Stunde hatte sich keine der beiden Mannschaften eine echte Torchance erarbeitet, nicht einmal Standardsituation brachten die Defensivreihen in Schwierigkeiten. Das änderte sich erst in der 34. Minute. Im Anschluss an eine Ecke streifte der Darmstädter Routinier Peter Niemeyer mit einem Schuss aus der Drehung die Latte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck, dennoch fehlte weiter die Durchschlagskraft. Darmstadt stand phasenweise mit allen Spielern im und am eigenen Strafraum. Gegen diesen Abwehrriegel fand die Eintracht kein Mittel. Auch 20 Minuten vor dem Ende bestanden kaum noch Hoffnungen auf einen Treffer. Das änderte Alexander Milosevic durch sein Foul an Jesus Vallejo. Hasebe verwandelte den Strafstoß sicher.

Beste Spieler aufseiten der Frankfurter waren Hasebe und Ante Rebic. Bei Darmstadt überzeugten Kapitän Aytac Sulu und Niemeyer.

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