Dardai: „Wir sind unberechenbar“

München – Tabellenplatz vier – die Berliner Hertha überrascht in dieser Saison mit attraktivem Fußball, tollen Kombinationen und – mit Siegen. Letztes Jahr knapp dem Abstieg entgangen, will sich die Dardai-Elf nun in der Liga-Spitze etablieren. Doch nun warten die „Lilien“.

Hertha's Hungarian head coach Pal Dardai is seen prior to the German first division Bundesliga football match VfL Wolfsburg v Hertha BSC in Wolfsburg, on February 22, 2015. AFP PHOTO / RONNY HARTMANN DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER MATCH. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. (Photo credit should read RONNY HARTMANN/AFP/Getty Images)
Pal Dardai gab seinen Job als ungarischer Nationaltrainer auf, um die Hertha in der Bundesliga nach oben zu führen. Foto: RONNY HARTMANN / AFP / Getty Images

Dardai: Trainer denken immer voraus

Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Und so überrascht es nicht, dass sich Hertha-Trainer Pal Dardai mit einer intensiven Videoanalyse auf das Spiel gegen Darmstadt 98 vorbereitet. „Auch nach einem Sieg wie gegen Leverkusen, denkst du als Trainer schon am nächsten Morgen an den nächsten Pass und das nächste Spiel“, sagte der Ungar dem kicker, für den das Treffen im Merck-Stadion am Böllenfalltor zu einem echten Wiedersehen wird.

Treffen mit zwei Ex-Spielern

Zwar ist Peter Niemeyer gesperrt, doch der wiedererstarkte 98-Torjäger Sando Wagner wird gegen sein ehemaliges Team aus Berlin auflaufen. Doch Dardai ist trotzdem voller Vorfreude: „Ich hatte im Sommer die Chance, den Kader nach meiner Art von Fußball auszurichten. Beide passten nicht in mein Konzept, beide wussten früh Bescheid. Dass sie Darmstadt so helfen konnten, freut mich für beide“, so der Trainer gegenüber dem kicker.

Minimalziel: 40 Punkte bis zum Klassenerhalt

Doch für den Berliner Coach soll die Erfolgsserie der Hertha bei den Lilien nicht enden. Dafür hat er mit seinem Team viel gearbeitet. „Wir sind sehr variabel. 4-4-2, 4-3-3, 4-2-3-1, auch 4-1-4-1 – die Gegner wissen vorher nicht, wie wir spielen. Wir sind nicht nur fleißig, sondern auch unberechenbar“, erklärte der Ungar. Doch die Ziele in Berlin bleiben die gleichen wie zuvor: „Wir sind dabei, eine wunderbare Hinrunde zu spielen. Das spüren die Spieler. Aber bevor wir nicht 40 Punkte haben, rufen wir keine neuen Ziele aus.“

Noch Luft nach oben

Der Trainer selbst konnte einst als Hertha-Spieler Luft auf Tabellenplatz vier schnuppern. Mit Spielern wie Pantelic, Friedrich, Simunic, Voronin, Raffael… Seine jetzige Mannschaft sieht er noch nicht am Limit angekommen, jeden Spieler schaut er sich individuell an: „Jeder kann sich noch verbessern. Nehmen wir Genki Haraguchi: Tolle Entwicklung im zweiten Jahr, aber jetzt erwarte ich den nächsten Schritt. Mehr Torgefahr, mehr Assists – wir wollen von ihm das sehen, was er in Japan zeigte. Er ist bei 70 Prozent.“

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