Hinteregger: Gladbach „eine andere Welt“

München- Beim 1:3 der Gladbacher gegen Borussia Dortmund gab Winter-Neuzugang Martin Hinteregger sein Pflichtspiel-Debüt für die Elf vom Niederrhein. Im Interview mit der Sport-Bild sprach der Österreicher über Motivationsprobleme in der Vergangenheit, seine Förderer und die Unterschiede zwischen Gladbach und Salzburg.

KLAGENFURT, AUSTRIA - MARCH 05: Luis Suarez of Uruguay (R) challenges Martin Hinteregger of Austria (L) during the international friendly match between Austria and Uruguay at Woerthersee stadium on March 5, 2014 in Klagenfurt, Austria. (Photo by Winnie Pessentheiner/Getty Images)
Im Trikot der österreichischen Nationalmannschaft: Gladbachs Neuzugang Martin Hinteregger (links) im Duell mit Uruguays Luis Suarez. Foto: Winnie Pessentheiner/Getty Images

Dreimal Meister in Österreich

Er habe früher „vielleicht die eine oder andere Dummheit gemacht“, gab Winter-Transfer Martin Hinteregger offen zu. „Viele Dinge habe ich nicht so ernst genommen und sicher einige Fehler gemacht.“ Im Traininger habe er schon mal „die Einstellung vermissen lassen“, sagte er weiter. Als Grund für seine Motivationsprobleme nannte er das Leistungsgefälle in der österreichischen Liga. „In Österreich spielst du manchmal vor 2000, 3000 Zuschauern – da ging es nur darum, wie hoch wir gewinnen. Da habe ich mich häufig schwergetan“, so der Innenverteidiger. Hinteregger wurde mit RB Salzburg 2012, 2014 und 2015 Meister in der Alpenrepublik.

Auch der steile Aufstieg in der Karriere sei für Hinteregger ein Problem gewesen. „Ja, ich bin von 0 auf 100 durchgestartet, habe noch in der U 19 gespielt, als Huub Stevens anrief und sagte, ich solle sofort zu den Profis kommen. Dann war ich ununterbrochen Stammspieler“, antwortete er auf eine entsprechende Frage. Seine persönliche Entwicklung sei da wohl nicht so schnell gegangen wie die sportliche, merkte Hinteregger selbstkritisch an.

Schmidt und Stevens als Förderer

Einer seiner größten Förderer war der heutige Leverkusen-Trainer Roger Schmidt, der ihn damals in Salzburg coachte. „Ich wollte ihn nicht enttäuschen, weil er mir so sehr vertraut hat“, so Hinteregger. Nach dem Transfer zu Gladbach erhielt er eine SMS von Schmidt. „Das hat mich total gefreut“, meinte der 23-Jährige. „Er hat uns alle bei Salzburg auf die nächste Stufe gehoben“, lobte er seinen Ex-Trainer. Erste Erfahrungen als Profi sammelte er unter Huub Stevens. „Es gab bei ihm eine Grenze, die man besser nicht überschreiten sollte, sonst hat man ihn richtig kennengelernt. Für mich als jungen Spieler war er perfekt“, so Hinteregger über den Niederländer.

Gladbach eine „andere Welt“

Hinteregger sprach zudem über die Unterschiede zwischen Ex-Klub RB Salzburg und Borussia Mönchenladbach. „Das ist eine ganz andere Welt, und genau die wollte ich kennenlernen. Hier fährt jedes zweite Auto mit einem Borussia-Aufkleber durch die Gegend.“ Diese Begeisterung hat er bei dem Klub von Mäzen Dietrich Mateschitz offenbar vermisst. „Man spürt überall, dass hinter diesem Klub eine ganze Stadt, eine ganze Region steht. Borussia ist allgegenwärtig“, so noch einmal der Österreicher.

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