Bundesliga

TSG-Manager will Video-Beweis forcieren – DFB läutet Testphase ein

am

München – Am Donnerstag hat sich der DFB öffentlich für eine Testphase beim Einsatz des Video-Beweises ausgesprochen. Ein Entschluss, der auch bei Hoffenheim-Manager Alexander Rosen Zustimmung findet, der kurz zuvor für die Auflösung strittiger Szenen bei Toren, Elfmeter und Platzverweisen den Videobeweis gefordert hatte.

Viele Fehlentscheidungen fordern ein Umdenken ein

In dieser Saison gab es viele Diskussionen zu Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, über die ganz Deutschland diskutierte. Der Druck auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wurde immer größer. Nun hat der DFB kundgetan, dass es zur Saison 2016/2017 eine Testphase in der Bundesliga geben soll. Dieses werde dann in der darauf folgenden Spielzeit mit einer Live-Testphase inklusive Video-Assistenten in den Stadien fortgesetzt. Einen erstmaligen realen Einsatz könnte der Video-Beweis dann in der Saison 2018/2019 erleben. Schon am Tag zuvor hatte sich auch TSG-Manager Alexander Rosen (36) für den Einsatz der Technik ausgesprochen. „Es geht halt manchmal einfach zu schnell. Da gibt’s sicher Möglichkeiten, ein vernünftiges Konstrukt zu finden, das auch die Traditionalisten davon abhält, kein Fußballspiel mehr zu sehen, weil es den Sport kaputt machen würde“, so Rosen zur Bild-Zeitung.

Video-Assistent soll mit Schiedrichter in Kontakt treten

Doch Rosen hält einen Kompromiss für wichtig, die Technik solle auch nicht das Spiel zerstören: „Er sollte nur für spielentscheidende Situationen gelten – also Tor, Elfmeter oder Platzverweis. Ich glaube, dass wir den Schiedsrichtern damit einen Gefallen tun würden.“ Genau diese Lösung favorisiert auch der DFB. Es gibt eben drei spielentscheidende Situationen, wo der Videobeweis zum Einsatz kommen soll. Ein Video-Assistent soll die Situationen einschätzen und an den Schiedsrichter weitergeben. „Es gibt eine klare Kommunikationslinie zwischen Hauptschiedsrichter und Videoassistent“, erklärte Herbert Fandel, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses, gegenüber dfb.de und ergänzte: „Aber die Spielleitung muss in einer Hand bleiben“. Altgediente Schiedsrichter wären für den externen Einsatz als Video-Assistent bestens geeignet. Der DFB und die Bundesliga stehen vor einer neuen Ära.

Über Norman Lauer

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.