Bundesliga

Das sagen die Trainer vor den Mittwochsspielen

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München – Sieben Spiele finden am Mittwoch in der Bundesliga statt. Die Trainer der Teams standen heute bei den jeweiligen Preekonferenzen Rede und Antwort. Fussball.news gibt einen Überblick über die wichtigsten Aussagen.

Bayern München – Mainz 05

Die Bayern marschieren durch die Liga und wollen im Heimspiel gegen Mainz den nächsten Dreier einfahren. Doch Trainer Pep Guardiola warnt vor den Gästen. „Jeder spricht über Wolfsburg und den BVB. Aber wir spielen gegen Mainz, den Tabellenfünften!“, sagte der Spanier. „Mainz hat eine starke Elf mit vielen dynamischen Spielern und einen guten Keeper. Es wird ein interessantes Spiel“, prophezeit Guardiola. Sonderlob vom Trainer gab es für den gegen Wolfsburg glänzend aufgelegten Franck Ribery. „Er ist einer der wichtigsten Spieler der Bayern-Geschichte. Wir freuen uns, dass er zurück ist“, sagte er.

Das Ziel von Mainz-Trainer Martin Schmidt ist es, die Partie beim Rekordmeister zu einem „echten Mainz-Spiel“ zu machen. Gelingt das, „dann hat es einen offenen Ausgang“, glaubt der Schweizer. Die Leistung beim Sieg gegen Leverkusen am Sonntag macht den 0Hoffnung. „Wir fahren dahin, um Spaß zu haben, um Tore zu schießen. Das wird kein Ausflug, das wird ein harter Kampf“, sagte Schmidt. Im Gegensatz zum letzten Auftritt in München, am letzten Spieltag der vergangenen Saison als der FSV mit 0:2 unterlag, sieht Schmidt sein Team diesmal besser gerüstet: „Wir sind auf einem anderen Leistungsstand als damals im Mai. Die Saison ist noch lange nicht zu Ende. Wir haben einen anderen Kader, einen Tick auch eine andere Mentalität.“

Bayer Leverkusen – Werder Bremen

Nach der Niederlage in Mainz braucht die Werkself dringend einen Erfolg im Kampf um die Champions-League-Plätze. Das weiß auch Trainer Roger Schmidt. „Es ist ein ganz wichtiges Spiel für uns“, sagte er. „Werder hat vor drei Wochen gezeigt, dass sie hier gewinnen können. Wir kennen ihre Waffen, wie die torgefährlichen Spitzen und ihre Gefahr bei Standards. Wir können gegen sie nur mit maximaler Geschlossenheit bestehen“, sagte Schmidt mit Blick auf das verlorene Pokalviertelfinale gegen die Bremer. Gerade jetzt plagen Bayer Personalsorgen. Stefan Kießling fehlt noch zwei Wochen ausfallen, Lars Bender hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und auch bei Abwehrspieler Jonathan Tah ist ein Einsatz unsicher. Insgesamt muss die Heimelf auf sieben Profis verzichten.

Bei Werder kehrt dagegen ein wichtiger Mann zurück. Kapitän Clemens Fritz wird aller Voraussicht gegen Leverkusen auf dem Feld stehen. „Wenn sich der Kapitän zurückmeldet, wird er spielen. Ich bin froh, dass er gestern schmerzfrei trainiert hat“, sagte Trainer Viktor Skripnik. Im Abstiegskampf ist vor allem der Kopf entscheidend. Deshalb setzte Skripnik neben der üblichen Vorbereitung mit Videoanalyse auf Spaßtraining. „Wir tun alles um die Blockade zu lösen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis“, sagte er. Aüswärts habe man in dieser Saison schon gute Leistungen gebracht. „Die Hoffnung ist da“, meinte der Trainer und ergänzte: „Wir haben schon gezeigt, dass wir Fußballspielen können.“

Darmstadt 98 – Borussia Dortmund

Der Aufsteiger aus Darmstadt ist die drittbeste Auswärtsmannschaft. Am heimischen Böllenfalltor stehen aber lediglich sieben Punkte aus elf Partien auf der Heimseite. Die Bilanz soll nun gegen den BVB aufgebessert werden. Trainer Dirk Schuster ist sich der schweren Aufgabe bewusst. „Es erübrigt sich fast über Dortmunds Qualitäten zu reden. Es kommt der beste Tabellenzweite Europas“, sagte der Lilien-Trainer. Er rechnet mit wenig Ballbesitz für seine Mannschatft, daher sei es wichtig, gut zu verschieben. „Wir müssen 90-95 Minuten Kampf bieten, wollen aber auch mutig sein und vielleicht einen Punkt hierbehalten“, gibt er die Richtung vor.

BVB-Coach Thomas Tuchel freut sich auf die Aufgabe in Darmstadt. „Das ist Fußball pur. Das ist etwas Einmaliges. Wir nähern uns dem Spiel mit Vorfreude“, sagte er. „Der Rasen ist sicherlich noch schlechter als in Berlin. Das wichtigste ist, es zu wissen und sich drauf einzulassen“, meinte er über die Rahmenbedingungen. Tuchel will unbedingt in Darmstadt gewinnen, um die Entscheidung in der Meisterschaft mindestens bis zum Wochenende zu vertagen.

Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart

Die Borussen können gegen den VfB wieder auf Lars Stindl setzen, der in Augsburg wegen einer Gelbsperre nicht dabei war. Es ist wahrscheinlich, Lars Stindl wieder in die Mannschaft rückt“, sagte Trainer André Schubert. er erwartet angriffslustige Schwaben: „Wir können uns auf einen offensiv starken Gegner einstellen. Der VfB schaltet gut um und hat schnelle Spieler.“ Sein Rezept für das Spiel: „Wir müssen defensiv sehr konzentriert sein, und die Räume nutzen, die der Gegner anbietet.“

Der VfB hat sich in der Rückrunde stark präsentiert, allerdings gab es am Wochenende gegen den Tabellenletzten Hannover eine unerwartete Heimniederlage. „Auch gegen Hannover war die Leistung in Ordnung. Es gibt keinen Grund, an etwas zu zweifeln. Diese Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen“, sagte TrainerJürgen Kramny. In Gladbach werde man versuchen, dem „Gegner die eine oder andere Aufgabe zu stellen“. Gegen die Borussia erwartet Jürgen Kramny ein Duell mit viel Tempo, in dem sich sein Team unter anderem durch Ballgewinne gute Situationen erarbeiten kann. „Gladbach hat ein gutes Umschaltspiel und eine Wahnsinns-Offensivabteilung“, sagte der VfB Cheftrainer  und ergänzte: „Sie haben auch ihre Schwächen. Diese müssen wir erkennen und ausnutzen.“

Hertha BSC – Eintracht Frankfurt

Die Hertha ist als Dritter das Überraschungsteam der Liga. Für Trainer Pal Dardai eine ungewohnte Situation. Wir haben noch keine Erfahrung, wie es ist, gejagt zu werden. Wir kennen das nicht. Wir wollen uns weiterentwickeln.“ Er werde seine Spieler aufgrund der Platzierung nicht unter Druck setzen. „Warum soll ich Druck auf die Mannschaft aufbauen? Wir konzentrieren uns immer auf das nächste Spiel“, sagte Dardai. Die Mannschaft sei nach dem Sieg in Köln gut drauf. Mit Darida kehrt zudem ein wichtiger mann in den Kader zurück.

Bei Eintracht Frankfurt ist die Lage deutlich prekärer. Trainer Armin Veh sorgt sich um die Offensive. „Nach hinten spielen wir gut, nach vorne müssen wir den Rucksack wegbekommen“, sagte er. Das wird durch den Ausfall von Toptorjäger Alex Meier in Berlin noch schwerer. „Es bringt nichts, wegen der Verletzung von Meier zu hadern. Wir müssen überlegen, wie wir es lösen“, meinte Veh. Sein Team sei in der Hauptstadt nicht der Favorit, das könne helfen: „Wir haben die Möglichkeit, in Berlin was zu holen.“

TSG Hoffenheim – FC Augsburg

Nachdem kraftraubenden Spiel in Dortmund, lässt sich TSG-Coach Julian Nagelsmann offen, ob er rotiert. „Ich bin weder für noch gegen Rotation. Die Aufstellung ist von der Trainingsleistung und dem Gegner abhängig“, sagte er. Das Hinspiel spiele keine Rolle. „Wichtiger ist, dass BVB-Spiel aus dem Kopf zu bekommen“, meinte der 28-Jährige. Die größte Gefahr strahle Augsburg nach diagonalen Bällen aus, sagte Nagelsmann und ergänzte: „Aber ich denke wir werden unsere Chancen bekommen.“

Markus Weinzierl bescheinigtev seinem Team „eine sehr gute Mannschaftsleistung“ gegen Gladbach. „Wichtig ist jetzt, gegen Hoffenheim zu bestehen und dann gegen Leverkusen nachzulegen“, sagte der FCA-Trainer. Es sei ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften. „Es wird wieder sehr eng werden, wir wollen es für uns entscheiden.“ Beim Gegner hat er eine Veränderung wahrgenommen. Hoffenheim hat sich unter Nagelsmann positiv entwickelt. Sie spielen offensiver und haben wieder Hoffnung!“

FC Schalke 04 – Hamburger SV

„Es ist wichtig, dass wir 90 Minuten lang alles geben und zu keinem Zeitpunkt nachlassen – unabhängig vom Ergebnis“, fordert Schalke-Coach Andre Breitenreiter. Rückblickend auf das 0:0 bei Eintracht Frankfurt ist er mit dem Einsatz seines Teams einverstanden gewesen. „Wir haben die Zweikämpfe angenommen und sind fünf Kilometer mehr als der Gegner gelaufen. Nach den jüngsten Ergebnissen war die Mannschaft etwas verunsichert. Und wenn man verunsichert ist, passieren Fehler. Deshalb war es wichtig, erst einmal gut zu stehen. Die defensive Stabilität war gut“, erklärt der 42-Jährige. Aber offensiv könne man es natürlich besser. „Das möchten wir gegen den HSV wieder zeigen und die sich bietenden Chancen nutzen“, sagte Breitenreiter.

Der HSV muss auf Mittelfeldspieler Aaron Hunt verzichten, er reiste nicht mit nach Gelsenkirchen. Dennoch sind die Hanseaten optimistisch für das Auswärtsspiel. „Wir sind positiv und wollen auf Schalke so viele Punkte wie möglich mitnehmen“, sagte Dennis Diekmeier. Wir wollen auswärts nicht nur gut mitspielen, sondern wollen auch wieder was mitnehmen“, meinte Torwart Rene Adler.

Über Carsten Ruge

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