Doll will van der Vaart und Stieber holen und irgendwann zum HSV zurückkehren

München – Thomas Doll hat als Trainer in Ungarn großen Erfolg, feierte mit Ferencvaros Budapest die souverän gewonnene Meisterschaft. Nun will er in Ungarn noch eine Saison dranhängen und dafür auch zwei siener Ex-Spieler holen.

Erfolgsgeschichte mit van der Vaart?

„Ich könnte mir Rafael van der Vaart sehr gut bei Ferencvaros vorstellen. Es könnte eine richtige Erfolgsgeschichte werden“, sagte Doll der Bild-Zeitung. Van der Vaart wurde in Hamburg und zuletzt bei Betis Sevilla zum Auslaufmodell deklariert, was Doll wundert: „Diese ganzen Aussagen, dass Rafa zu langsam oder konditionell nicht auf der Höhe sei, sind totaler Schwachsinn. Ich habe mich sehr geärgert, wie mit ihm zuletzt umgegangen wurde.“

Coach von 2004 – 2007 beim HSV

Er stehe mit seinem Ex-Spieler – Doll war von 2004 bis 2007 Trainer des HSV – in regelmäßigem Kontakt und weiß, wie er van der Vaart anpacken würde: „Wenn er das Gefühl bekommt, gebraucht zu werden, wird er Topleistungen bringen. Man muss einfach ordentlich mit dem Jungen umgehen.“

Auch Stieber im Transfervisier

Zudem verriet Doll, dass er auch an Zoltan Stieber, ebenfalls vom HSV, Interesse habe. „Zoltan Stieber, der gerade als Leihgabe aus Nürnberg zum HSV zurückkehrt, wäre klasse“, meinte Doll im Hinblick auf einen guten Kader in Budapest. Doll führte über den zweiten offensiven Wunschspieler im Mittelfeld aus: „Ein guter Junge, der Zoltan. Er wäre ein Fall für uns. Vielleicht ist ja der HSV und die Bundesliga eine Nummer zu groß für ihn. In seiner Heimat könnte er einen Neuanfang wagen.“


YOUTUBE-Video 2014: Thomas Doll über Budapest


Glücklich bei Ferencvaros

Doll sagte über seine eigene Zukunft zunächst: „Ich habe in der Bundesliga, in der Türkei und Saudi-Arabien alles erlebt. Ein kleiner Umweg in der Karriere tut manchmal ganz gut. Das erdet, macht den Blick oftmals klarer. Ich bin im richtigen Moment zu Fradi, so nennen die Fans Ferencvaros, gewechselt. Ich kann attestieren, dass ich zurzeit total glücklich bin.“ Dennoch nage an ihm ein wenig die Entlassung 2007 beim HSV: „Ich muss zugeben, dass mich das damalige Ende noch ein wenig wurmt. Wir waren Tabellenletzter, als ich gehen musste. Meine Aufgabe beim HSV blieb ein wenig unvollendet.“

Emotional beim HSV

Dennoch verfolge er die Spiele der Hamburger emotional: „Ich fiebere weiterhin mit dem HSV mit. Ist doch egal, wer da noch spielt. Es ist und bleibt immer der HSV. Ich hatte kurzzeitig ein mulmiges Gefühl, als Hamburg daheim 1:2 gegen Darmstadt verlor. Aber als die Rettung feststand, habe ich vor Freude mit meinem Co-Trainer Ralf ‚Katze‘ Zumdick eine Flasche Wein aufgemacht.“

Rückkehr ist möglich

So kann sich Doll später einmal eine Rückkehr zum HSV vorstellen: „Wenn mich in fünf bis acht Jahren jemand aus dem Volkspark fragen würde, könnte ich mir das vorstellen. Bin ja noch jung. Doch aktuell hat der HSV mit Bruno Labbadia einen Klasse-Trainer und ich muss mich darum kümmern, dass wir vielleicht für die nächste Meisterschaft den Rathaus-Balkon klar machen…“ Denn in diesem Jahr musste Budapest die Meisterschaft noch im Stadion feiern.

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