Bundesliga

Draxler: Bin auf das Schlimmste vorbereitet

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München – Einst war er der Liebling der Schalker Fans. Doch wenn Julian Draxler am Samstag mit dem VfL Wolfsburg in Gelsenkirchen zu Gast sein wird, droht dem Weltmeister ein Spießrutenlauf. Darauf stellt sich der 22-Jährige bereits mental ein.

Neuer als mahnendes Beispiel

„Das wird kein normales Spiel für mich“, sagte Draxler der Sport-Bild. Er habe es bei Manuel Neuer nach seinem Wechsel zu Bayern mitbekommen. „Ich bin auf das Schlimmste vorbereitet“, meinte der Wolfsburger. „Von den 60 000 Zuschauern werden 55 000 gegen mich sein. Da muss man hart sein, Augen zu und durch.“.

Eltern nicht ins Stadion

Draxler, ein Schalker Eigengewächs wie Neuer, rechnet mit Anfeindungen der Fans. Seine Eltern will er das lieber ersparen. „Ich weiß nicht, ob ich meine Familie unbedingt im Stadion dabeihaben will“, sagte Draxler. Sie sollen ihn vor dem Fernseher spielen und endlich groß auftrumpfen sehen.

Suche nach der Leichtigkeit

Bislang konnte der Nationalspieler bei seinem neuen Verein nicht überzeugen. Seine Bilanz in Pflichtspielen: 19 Spiele, 3 Treffer, 5 Assists. Gegen Köln traf Draxler zwar zuletzt zum 1:0, die Kritik von Manager Klaus Allofs galt aber auch ihm: „Wir schaffen es nicht, Leichtigkeit in unser Offensivspiel zu bekommen. Die Verkrampfung muss weg. Da sind alle gefordert, auch Julian.“ Vielleicht kommt die Leichtigkeit ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub wieder.

 

Über Carsten Ruge

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