Eberl: Suche nach Stabilität in einer „engen Liga“ – mit klarer Einkaufspolitik

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München – Werden Verantwortliche der Bundesligavereine zur kommenden Saison gefragt, erwarten alle eine der härtesten Spielzeiten, die es je gab. Nach den Abstiegen von Darmstadt 98 und dem FC Ingolstadt und den Aufstiegen von Hannover 96 und dem VfB Stuttgart erwartet Borussia Mönchengladbachs im kicker einen „extremen“ Wettbewerb. Die Fohlenelf müsse sich dabei mit einer klaren Einkaufspolitik herausheben.

Aufsteiger erhöhen die Qualität der Bundesliga

Im vergangenen Jahr war der Kampf um den Klassenerhalt an Spannung kaum zu überbieten. Allerdings: Weil die Lilien und Ingolstadt im Vergleich zum Rest der Bundesliga zu schwach waren, ging es nur um Relegationsplatz 16. Dies könnte sich in der neuen Spielzeit ändern. Mit Hannover und Stuttgart kehren zwei ambitionierte Aufsteiger zurück, zudem gibt es durch den neuen TV-Vertrag noch mehr Geld.

Extrem Konkurrenzkampf in der Liga

„Ich erwarte, dass über weite Strecken der Saison zwischen den Plätzen sechs und 16 nur ein paar Pünktchen liegen werden und die Verschiebungen in der Tabelle von Spieltag zu Spieltag deutlich zunehmen“, prognostizierte Eberl. Ein zwischenzeitlicher sechster, siebter oder achter Rang bedeutet keine Sicherheit mehr. „Es wird eine unfassbar enge Liga mit einer enorm hohen Leistungsdichte“, vermutete der Sportdirektor weiter.

Kein Alleingang der Bayern?

Eberl erwartet diesmal keinen Alleingang des FC Bayern München zum Titel: „Neben Dortmund muss man auch Leipzig zu den Mitfavoriten zählen. Außerdem wird spannend, wie es Schalke, Leverkusen oder Wolfsburg ohne Dreifachbelastung machen.“

Eberl erklärt den Gladbacher Weg

Oder die Gladbacher, die den Sprung ins internationale Geschäft ebenfalls verpassten? Der Kader hat eine gewisse Klasse, wenn auch nicht für den ganz großen Wurf. Eberl ist es dennoch gelungen, die Mannschaft mit jungen und teils hochtalentierten Spielern zu verstärken. „Wir müssen Spieler finden, die uns eine Perspektive auf sportlichen Erfolg bieten. Die uns, als zweiten Punkt, aber auch die Perspektive auf einen finanziellen Erfolg öffnen“, erklärte er den Weg.

Nur Außenseiterchancen bei Christensen

Der Weg, Transfereinnahmen zu generieren, sei „alternativlos“. Nur noch ältere Akteure mit auslaufenden Verträgen vorzufinden könne nicht das Ziel des Klubs sein. Eberl will immer reagieren können und die Zügel in der Hand halten. So auch bei Andreas Christensen, der zum FC Chelsea zurück musste. Auch nach dem Transfer von Antonio Rüdiger sieht er nur wenige Chancen auf eine Rückkehr des Dänen: „Sollte sich eine neue Situation ergeben, stehen uns keine 30 oder 40 Millionen Euro zur Verfügung.“

Über Christopher Michel

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