Elber ist nicht mehr sauer auf den FCB – doch wie lief der Abschied in Gladbach?

München – Giovane Elber war in seiner Zeit beim FC Bayern München Toptorjäger und Publikumsliebling. Der Abschied 2003 vom deutschen Rekordmeister war zunächst eine große Enttäuschung – wie auch die spätere Rückkehr in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach.

Giovane Elber gibt immer noch eine gute Figur am Ball ab. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Rückblick auf eine spannende Karriere

Giovane Elber verabschiedete sich im August 2003 standesgemäß aus München. Der Brasilianer traf am 4. Spieltag zum 2:0 gegen den Hamburger SV, ehe er von Roy Makaay abgelöst wurde und etwas voreilig zu Olympique Lyon wechselte, wie er im kicker zugab: „Stimmt. Lyon war keine gute Wahl. Ich hätte mir mit der Klubsuche mehr Zeit lassen sollen. Aber ich wollte schnell aus München weg.“

Mit Hitzfeld heute gut befreundet

Elber, Champions-League-Sieger von 2001, kann die Geschichte rund um seinen Abschied inzwischen rational einordnen. Der 44-Jährige reagierte damals enttäuscht und frustriert. Diese Wut ist verraucht, inzwischen ist er dem damaligen Coach Ottmar Hitzfeld sogar dankbar: „Ottmar hat mich nicht einfach kommentarlos auf die Tribüne gesetzt, er war ehrlich, respektvoll, absolut professionell – das ist nicht selbstverständlich. Wir sind bis heute sogar befreundet.“

Gladbachzeit ohne Krönung

Weniger schön verlief die Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Was so vielversprechend im Januar 2005 begann, endete im Dezember desselben Jahres mit der Trennung. Der von Trainer Dick Advocaat und Manager Christian Hochstätter geholte Angreifer kam mit Nachfolger Horst Köppel nicht auf einen Nenner.

Rückkehr in die Bundesliga war ein Fehler

Den negativen Höhepunkt erlebte der Brasilianer dann vor einer Partie, als er endlich fit war: „Köppel sei im Training aufgefallen, dass ich nicht hart geschossen hätte. Ich hatte acht Monate gekämpft, um einsatzbereit zu werden. Und dann sagt er, ich könne nicht hart genug schießen? Sogar der Mannschaftsarzt, bei dem ich anschließend war, meinte, er würde keine gesundheitlichen Probleme erkennen.“ Elber gibt zu, dass er auf seine Frau Cintia hätte hören sollen: „‚Giovane, du hast es in Deutschland schon allen gezeigt, was soll noch kommen?‘ Sie hatte recht.“ Seine Karriere konnte Elber mit 34 Jahren dann in Brasilien aber noch glücklich beenden.

fussball.news ist Partner von Mein Sportradio

Diskutiere mit