EU bestimmt: Real Madrid muss mindestens 18 Millionen Euro zurückzahlen

München – Die Kommission der Europäischen Union, quasi so etwas wie die Bundesregierung Europas, hat mehrere spanische Klub dazu verurteilt, bestimmte finanzielle Förderungen an die jeweilige Stadt zurückzuzahlen. Hauptbetroffen sind die Klubs aus Valencia sowie Champions-League-Sieger Real Madrid.

MILAN, ITALY - MAY 28: Gareth Bale of Real Madrid celebrates with the trophy after victory in the UEFA Champions League Final match between Real Madrid and Club Atletico de Madrid at Stadio Giuseppe Meazza on May 28, 2016 in Milan, Italy. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)
Gareth Bale holte 2016 für Real Madrid zum 11. Mal den Landesmeister-Cup. Foto: Laurence Griffiths/Getty Images

Ungerechtfertigte Vorteile gegenüber der Konkurrenz

Die Klubs hätten über Jahre von „unfairen Vorteilen“ gegenüber anderen Vereinen profitiert, erklärte die Kommission. Mit 20,4 Millionen Euro ist Valencia hauptbetroffen. Die Kommission erklärte Bürgschaften des staatseigenen „Instituto Valenciano de Finanzas“ für nicht korrekt, mit deren Geld die Vereine Valencia, Alicante und Elche trotz finanzieller Schwierigkeiten Darlehen erhielten. Alicante soll 6,1 und Elche 3,7 Millionen Euro zurückerstatten, berichten zahlreiche Medien.

Bei Real geht es vor allem um einen Grundstückstausch

Bei Real Madrid geht es nochmal um ein extra Vergehen. Bei einem Grundstückstausch mit der Stadt Madrid soll der Champions-League-Sieger einen ungerechtfertigten Vorteil von 18,4 Millionen Euro erhalten haben!  Zudem habe Real wie der FC Barcelona, Athletic Bilbao und CA Osasuna von ungerechtfertigten Steuervorteilen profitiert. Den genauen Betrag – zwischen null und fünf Millionen Euro – müsse jetzt der spanische Staat festlegen. Für Real dürfte der Betrag dennoch locker zu stemmen sein, allein die Antrittsgage in der Königsklasse soll über 20 Millionen Euro betragen.

fussball.news ist Partner von Mein Sportradio

Diskutiere mit