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Antrag gestellt: EU soll Bale-Transfer untersuchen

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München – Der Transfer von Gareth Bal zu Real Madrid könnte bald ein Fall für die EU werden. Nachdem die Plattform Football Leaks Dokumente zum Wechsel des Waliser von Tottenham nach Madrid veröffentlicht hat, stellte nun Abgeordnete den Antrag auf Überprüfung der Finanzierung des 100-Millionen-Deals.

Finanzierung wird hinterfragt

Die Finanzierung von Bales Transfer von Tottenham Hotspur zu Real Madrid wirft Fragen auf. 100 Millionen Euro flossen 2013 von der spanischen in die englische Hauptstadt. Wie einige Abgeordnete des EU-Parlaments vermuten, soll bei der Finanzierung dieser gewaltigen Summe nicht alles im Reinen gewesen sein.

Drei Abgeordnete stellen Antrag

Aus diesem Grund haben der britische Parlamentarier Daniel Dalton, der belgische Abgeordnete Sander Loones und der in Barcelona geborene Ramon Tremosa vor dem Parlament der Europäischen Union den Antrag gestellt, zu prüfen, woher die Gelder für den Bale-Transfer stammten. Dalton stellte den Antrag auf seinem Twitter-Account online.

Geld aus europäischen Rettungsfond?

Das Politiker-Trio vermutet, dass Real Madrid sich die benötigten finanziellen Mittel zumindest zum Teil von Banken geliehen hat, die Gelder aus dem europäischen Rettungsfond erhielten. Somit wären diese Teile der Summe mit europäischen Steuergeldern finanziert worden, berichtet fussballtransfers.com.

Bank Bankia im Fokus

Im Mittelpunkt der Untersuchungen soll jedoch die spanische Bank Bankia stehen. Dem Kreditinstitut kam 2012 zum Höhepunkt der Bankenkrise eine tragende Rolle zuteil. Als Konsequenz daraus wurde Bankia im selben Jahr verstaatlicht. Ob der spanische Staat und der europäische Steuerzahler also zum Teil den Transfer des walisischen Superstars ermöglichten, soll nun von der Europäischen Kommission untersucht werden.

Über Carsten Ruge

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